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1008 Neuinfektionen : Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 6,6

  • Aktualisiert am

Impfung in der Moschee des marokkanischen Freundeskreises in Raunheim Bild: Hans Dieter Erlenbach

Die Lage in Deutschland entspannt sich weiter. Die Zahl der neuen Corona-Fälle und der Inzidenzwert lagen abermals unter denen der Vorwoche. Die Ärzteschaft drängt angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante auf Tempo beim Impfen.

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          Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1008 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.10 Uhr wiedergeben.

          Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1330 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 6,6 an. Am Vortag hatte sie bei 7,2, in der Vorwoche bei 11,6 gelegen.

          Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 93 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 105 Tote.

          Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.724.806 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

          Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.614.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.616 angegeben.

          Den 7-Tage-R-Wert gab das RKI am Mittwochabend mit 0,72 an, am Vortag hatte er bei 0,68 gelegen. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 72 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

          Ärzte drängen auf Beschleunigung der Impfkampagne

          Angesichts der wachsenden Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus haben Ärzteverbände eine Beschleunigung der Impfkampagne in Deutschland und mehr Impfstoff für niedergelassene Ärzte gefordert. „Gebt uns genügend Impfstoffe! Wir dürfen beim Durchimpfen nicht nachlassen“, forderte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt. „Je mehr Menschen geschützt sind, desto geringer sind auch die Chancen für die Delta-Variante“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

          Die Delta-Variante werde „nicht die letzte Mutation sein, die das Virus im Kampf ums Überleben finden“ werde, sagte Weigelt. Angesichts der aktuellen Inzidenzen sehe er derzeit jedoch keinen Grund, alarmiert zu sein.

          Zwischen 30 und 60 Jahren besonders gefährdet

          Auch der Verband der Kinder- und Jugendmediziner forderte, das Impftempo deutlich zu erhöhen. Bundessprecher und Kinderarzt Jakob Maske sagte RND, besonders gefährdet sei die Altersgruppe zwischen 30 und 60 Jahren. „Diese Menschen haben oft keine oder nur die erste Impfung erhalten und sind so einem erhöhten Risiko ausgesetzt.“

          Deutschland habe den großen Vorteil, dass sich die Delta-Variante hier erst vergleichsweise spät ausbreite. Das Virus treffe auf eine in weiten Teilen geimpfte Bevölkerung, sagte der Kinder- und Jugendmediziner. Viele Angehörige von Risikogruppen seien bereits vollständig geschützt. Zudem reduziere eine hohe Impfquote auch die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung, sagte Maske.

          Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, zeigte sich mit Blick auf die Auslastung der Kliniken optimistisch: „Wir gehen davon aus, dass die Anzahl der Hospitalisierungen im Verhältnis zur Zahl der Infizierten wegen der höheren Impfquote niedriger sein wird als bei den bisherigen Wellen der Pandemie“, sagte Gaß dem RND.

          Auch der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, sagte dem RND, er sei zuversichtlich, dass sich schwere Krankheitsverläufe und damit verbundene Intensivbehandlungen durch die Impfungen verhindern lassen. „Bei kompletter Immunisierung ist es auch bei steigenden Inzidenzen wahrscheinlich, dass viele Menschen ohne Symptome erkranken oder nur mit geringen.“

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