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Rekordinzidenz in Rottal-Inn : Wie steigende Inzidenzen Bayern zu schaffen machen

Angesichts der steigenden Zahlen blicken die Rottal-Inn Kliniken mit großer Sorge auf die kommenden Wochen. Bild: dpa

Der Landkreis Rottal-Inn hat die höchste ­Inzidenz in Bayern – und eine niedrige Impfquote. Die Krankenhäuser geraten in Not, das Pflegepersonal fühlt sich angesichts der Politik machtlos.

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          Es sei kein schöner Tod, den man durch Corona sterbe, sagt Klaus Kienle. „Man dämmert nicht hinweg, man erstickt jämmerlich.“ Der Ärztliche Direktor der Rottal-Inn Kliniken weist auf das qualvolle Ende einer lebensbedrohlichen Krankheit ebenso hin wie auf das Geburtsjahr einer schwersterkrankten ungeimpften Patientin: 2000. „Jetzt sind die Jungen hier.“

          Karin Truscheit
          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Und es werden noch sehr viel mehr kommen. Der Klinikverbund, zu dem drei Häuser in Eggenfelden, Pfarrkirchen und Simbach im Landkreis Rottal-Inn gehören, liegt in dem Landkreis mit der bayernweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz – 1280,8 Neuinfektionen, Stand Dienstag. Kienle rechnet damit, dass angesichts der dramatischen Zahlen in Bayern in diesem Winter jeder Kontakt zum Virus haben wird.

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