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Für Indigene bestimmt : Covid-Impfungen für 15 Gramm Gold verkauft

  • Aktualisiert am

Goldsucher im brasilianischen Amazonasgebiet (Archivbild) Bild: Reuters

Mehr als 100 Impfdosen sollen in Brasilien an Goldhändler verkauft worden sein. Sie waren eigentlich für die indigene Bevölkerung bestimmt.

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          Mitarbeiter der staatlichen Indigenen-Gesundheitsbehörde Sesai in Brasilien sollen mindestens 106 Impfdosen an Goldhändler verkauft haben. Das berichtet das Portal G1 (Mittwochabend Ortszeit). Die eigentlich für das Volk der Yanomami vorgesehenen Impfdosen sollen für 15 Gramm Gold unter der Hand weggegeben worden sein, behaupten Vertreter der Yanomami. Das Gesundheitsministerium äußerte sich nicht zu den Vorwürfen.

          Indigene hatten Mitte Juli eine offizielle Beschwerde eingereicht, die nun an die Presse gelangte. Darin werden fünf Mitarbeiter der Behörde beschuldigt, die Impfungen verkauft zu haben. Im Dorf Komamassipi seien 45 Dosen an Goldgräber verimpft worden, in Parima 23 und in Homoxi 38 Dosen. Die Vorfälle sollen sich im März, April und Mai zugetragen haben. Journalisten berichteten, die fünf Sesai-Mitarbeiter in Ankaufstätten für Gold in einer Stadt gesehen zu haben.

          Es ist bereits der zweite Vorfall dieser Art. Bereits im April hatten Vertreter der Yanomami über den Verkauf von Impfdosen an Goldgräber berichtet. Damals habe eine Krankenschwester neben Impfungen auch Benzin und einen Energiegenerator gegen Gold an Schürfer verkauft. Gerüchte über illegalen Verkauf gab es bereits seit Januar. Damals begann die Verteilung der Impfdosen in Indigenengebieten.

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