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Etwa in Messehallen : Hunderte Impfzentren in ganz Deutschland geplant

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Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Vor Jahresende soll laut einem Bericht der Aufbau von Impfzentren beginnen, damit alles bereit steht, wenn es einen Impfstoff gibt. Bei der für die Auslieferung nötigen Logistik gibt es offenbar noch viele Unklarheiten.

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          Noch im Dezember sollen einem Zeitungsbericht zufolge bundesweit Hunderte Impfzentren aufgebaut werden, um Millionen Menschen gegen das Coronavirus zu impfen. Eine zentrale Rolle bei der Massenimpfung sollen Messehallen spielen, wie eine Umfrage der „Welt am Sonntag“ unter den 16 Gesundheitsministerien der Länder ergab. Erster bestätigter Standort sei Bremen, hieß es. Ein fertiges Logistikkonzept gebe es allerdings für die geplanten Zentren bisher noch in keinem Bundesland.

          In der Logistikbranche wird laut der Zeitung eine mangelnde Planung bei der Verteilung der Impfdosen kritisiert. „Die Anforderungen an die Logistiker sind völlig offen. Bislang wird nur diskutiert“, sagte Wolfgang Albeck, Chef des auf Pharma-Logistik spezialisierten Unternehmens Trans-o-flex, der Zeitung. Er habe sich deshalb an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gewandt, aber nur eine „wenig substanzielle“ Antwort erhalten. „Mein Eindruck ist: Der Minister will das wichtige Thema Impfstoff-Logistik von sich fernhalten“, sagte Albeck.

          Zulassung im Blick

          Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das zuständig ist für die Freigabe der Impfstoffchargen in Deutschland, sieht sich für die bevorstehende Aufgabe hingegen gut gerüstet, wie es hieß. Das Institut wolle nach eigenen Angaben zusätzliches Personal rekrutieren und sei in Kontakt mit Impfstoffherstellern, die sich bereits in fortgeschrittener Phase der Entwicklung befinden, um Methoden und Abläufe vorzubereiten.

          Die logistische Aufgabe hinter der Impfaktion ist gewaltig: Bei einer zweifachen Impfung im Abstand von einigen Wochen wären inklusive eines Sicherheitspuffers 15 Milliarden Impfstoffdosen nötig, um 75 Prozent der Weltbevölkerung zu impfen, berichtete die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Analyse, die der Logistikkonzern Kühne + Nagel mit der Unternehmensberatung Accenture erstellt hat.

          Rund 52 Prozent des Impfstoffs müssten demnach per Flugzeug transportiert werden, der Rest auf dem Landweg. Allein für die Luftfracht bedeute das etwa 65.000 Tonnen – das entspreche rund 700 Komplettladungen einer Boeing 747 Frachtmaschine.

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