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Frau rastet in Drogerie aus : Kampf ums Toilettenpapier

An vielen Geschäften bilden sich in diesen Tagen lange Warteschlangen. Kunden dürfen in die Läden nur vereinzelt hinein. Bild: dpa

Weil sie fürchtete, kein Toilettenpapier mehr zu bekommen, griff eine Kundin in einem Frankfurter Drogeriemarkt zu drastischen Maßnahmen. Nun ermittelt die Polizei.

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          Wegen einer Packung Klopapier hat eine 51 Jahre alte Frau in einer Drogerie in Frankfurt-Höchst offenbar die Nerven verloren. Wie die Polizei mitteilte, wollte sie in dem Geschäft an der Königsteiner Straße einkaufen. Als sie zum Laden kam, wurde sie jedoch von einer Angestellten zurückgehalten, da wegen der verschärften “Corona-Regeln“ immer nur vereinzelt Kunden den Laden betreten dürfen - mit gebührendem Sicherheitsabstand.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das wollte die Kundin jedoch nicht akzeptieren. Sie schlug der 26 Jahre alten Angestellten ins Gesicht, so dass die junge Frau leicht verletzt wurde. Dann verschaffte sie sich gewaltsam Zugang in die Drogerie. Schließlich wurde die Polizei gerufen, die ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung einleitete. Als Begründung für ihr Verhalten gab die Frau an, sie habe Angst gehabt, kein Toilettenpapier mehr zu bekommen.

          Einsicht in der Bevölkerung

          Insgesamt zog die Polizei in Frankfurt am Donnerstag aber eine positive Bilanz. Am späten Nachmittag teilte die Behörde mit, der Großteil der Frankfurter halte sich an die Vorgaben. So seien auch nach der letzten Abiturprüfung am Mittwoch nur vereinzelt Personen aufgefallen, die sich in Gruppen aufgehalten hätten. Alle hätten sich einsichtig gezeigt.

          “Die festgestellten Verstöße betreffen vornehmlich
          Spielplätze, Sport- und Parkanlagen“, sagte ein Sprecher weiter. Aber auch dort habe die Mehrzahl der Bürger “einsichtig reagiert, nachdem sie von den Beamten angesprochen wurden“. In einigen Fällen sprach die Polizei Platzverweise aus.

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