https://www.faz.net/-guw-a11fy

Corona-Fälle in Israel : Die zweite Welle ist da

Mit neuen Einschränkungen, die von diesen betenden Ultraorthodoxen in Bnei Brak befolgt werden, will Israel das Virus bekämpfen. Bild: AP

Eigentlich war Israel auf dem besten Weg, zur Normalität zurückzukehren. Doch nun ist das Coronavirus zurück, stärker als zuvor – und es wird ein Schuldiger dafür gesucht.

          3 Min.

          Es schien, als hätte Israel mit Corona nicht mehr viel zu tun. Die Infektionszahlen waren auf wenige Dutzend am Tag gesunken, die Ausgangssperre wurde aufgehoben. Schulen und Kindergärten öffneten wieder, und in Restaurants und Geschäften fand an den Eingängen – wenn überhaupt – nurmehr eine Symptomkontrolle statt: Fiebermessen. Masken waren im Alltag kaum noch zu sehen. Regierung und Bevölkerung verhielten sich, als sei die Pandemie vorüber.

          Jochen Stahnke
          Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.

          Doch dem war nicht so. Corona ist zurück in Israel. Neuerdings meldet das kleine Land 10.000 aktive Fälle und mehr als 1000 neue Infektionen am Tag, also einen Anstieg wie nie zuvor. Der Anteil der positiv getesteten Israelis hat sich vervierfacht auf mehr als vier Prozent aller Getesteten. Und anders als noch im Frühjahr sind die Infizierten dieses Mal wesentlich jünger.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Am 18. Juni in Teheran: Ebrahim Raissi winkt den Medien zu, nachdem er seine Stimme in einem Wahllokal abgegeben hat. Die Wahl gewann er.

          Irans neuer Präsident : Schlächter und Schneeflocke

          Nächste Woche tritt Ebrahim Raissi sein Amt als iranischer Präsident an. Mit ihm zerbricht der Mythos vom reformfähigen Regime. Weiß der Westen, mit wem er es zu tun bekommt? Ein Gastbeitrag.