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Corona-Krise : EU wirbt für Kampf gegen Desinformation

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Bürger im ivorischen Abidjan gehen an einem Schild mit der Aufschrift: „Coronavirus: Ich prüfe die Quellen, bevor ich Informationen verbreite“ vorbei Bild: AFP

Akkurate und transparente Informationen seien sehr wichtig, sagt der EU-Außenbeauftragte Borrell. In einem Gespräch mit dem amerikanischen Außenminister bat er um striktes Vorgehen gegen Falschnachrichten.

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          In der Corona-Krise wirbt die Europäische Union bei den Vereinigten Staaten für einen gemeinsamen Kampf gegen das Virus und gegen Falschnachrichten.

          In einem Telefonat mit dem amerikanischen Außenminister Mike Pompeo habe der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell unterstrichen, wie wichtig akkurate und transparente Informationen seien, erklärte ein Sprecher Borrells am Samstag. Die Sorgen vor Desinformation rund um das Coronavirus nähmen zu.

          Am Vortag hatte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) Russland und andere Staaten dazu aufgerufen, in der Corona-Krise die Cyber-Attacken und Desinformationskampagnen einzustellen. „Der Kampf gegen Corona ist eine Menschheitsaufgabe, unabhängig von Ideologien“, sagte die CDU-Vorsitzende der F.A.Z. „Ich würde mir sehr wünschen, dass dort die staatliche Propaganda ausgesetzt und stattdessen den eigenen Menschen geholfen und auch Hilfe von außen angenommen wird.„ Dies sei aber offenbar nicht der Fall: „Was wir allerdings sehen, ist, dass Angriffe auf der Cyber-Ebene keineswegs nachlassen und weiter Fake-News verbreitet werden“, kritisierte die Ministerin.

          Der EU-Außenbeauftragte Borrell habe in dem Gespräch mit seinem amerikanischen Gegenüber auch die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit gegen die Pandemie unterstrichen, sagte Borrells Sprecher. Pompeos Sprecher Morgan Ortagus teilte in Washington mit, beide Politiker seien sich einig gewesen, wie wichtig die transatlantische Zusammenarbeit im Kampf gegen Covid-19 sei.

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