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Corona-Ausbruch auf Gemüsehof : Reisebeschränkungen für Menschen aus niederbayerischem Landkreis

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Mamming: Ein Mann in Schutzanzug geht hinter einem Zaun auf dem Gelände von einem Bauernhof. Bild: dpa

Mindestens 174 Erntehelfer haben sich auf einem niederbayerischen Gemüsehof infiziert. Nun hat der Corona-Ausbruch Folgen für den gesamten Landkreis Dingolfing-Landau: Zwei deutsche Bundesländer beschränken die Einreise.

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          Der Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming hat auch Folgen für die Reisemöglichkeiten der Bewohner des Landkreises Dingolfing-Landau. Die Regierung von Schleswig-Holstein stufte den Landkreis am Montag explizit als Risikogebiet ein. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

          Nach Angaben auf der Homepage der Landesregierung von Schleswig-Holstein müssen sich Urlauber aus dem Landkreis nun in eine 14-tägige Quarantäne begeben und sich beim dortigen Gesundheitsamt melden, wenn sie ins Bundesland einreisen wollen. Ausgenommen davon sind Menschen mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. Erst am Samstag hatten in Bayern die Sommerferien begonnen. Nach BR-Informationen dürfen Menschen aus dem Landkreis auch nicht mehr ohne gültigen Test nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen.

          Sieben-Tage-Inzidenz bei 191

          Nach dem Massenausbruch auf dem Gemüsehof liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner der vergangenen sieben Tage nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit im Landkreis bei 191 und damit fast viermal so hoch wie der Grenzwert 50.

          Bund und Länder hatten sich Ende Juni auf Einschränkungen für Reisende aus deutschen Risikogebieten verständigt, die den Grenzwert von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten 7 Tage überschreiten – damals als Reaktion auf den Corona-Ausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfalen. Die konkreten Regelungen sind allerdings Ländersache.

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