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Entwicklung von Medikament : Erste Erfolge für Brauschweiger Forscher im Anti-Corona-Kampf

  • Aktualisiert am

Ein abgeschlossener Antikörper-Test (Symbolbild) Bild: dpa

Ein Braunschweiger Forschungsteam um den Virologen Luka Cicin-Sain hat hunderte Antikörper entdeckt, die an das Coronavirus andocken können – einige könnten das Virus daran hindern, in menschliche Zellen einzudringen.

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          Einem Forscherteam um den Braunschweiger Virologen Luka Cicin-Sain ist nach eigenen Angaben ein wichtiger Schritt im Kampf gegen das Coronavirus gelungen. „Wir sind auf dem richtigen Weg für die Entwicklung eines Medikaments gegen Covid-19“, sagte Cicin-Sain der „Braunschweiger Zeitung“. Sein Team habe Antikörper nachgewiesen, die das neuartige Coronavirus am Eindringen in Zellen hindern könnten. Die Forschung steht jedoch erst ganz am Anfang. Einen Versuch mit Patienten gibt es noch nicht.

          Vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), der Technischen Universität Braunschweig und dem Antikörper-Unternehmen Yumab, seien 6000 verschiedene künstlich hergestellte menschliche Antikörper analysiert worden. Dabei wurden dem Bericht zufolge mehr als 750 Antikörper gefunden, die an das Coronavirus andocken – eine Voraussetzung dafür, den Erreger erfolgreich zu bekämpfen. Diese ausgewählten Antikörper will Cicin-Sain nun im Hochsicherheitslabor des HZI an Zellkulturen, die dem Virus ausgesetzt werden, auf ihre Wirksamkeit testen.

          Anders als bei Impfungen, bei denen Patienten Teile des Erregers verabreicht bekommen um dann selbst Antikörper zu bilden und eine Immunität aufzubauen, ist das Ziel der Braunschweiger ein Arzneimittel, um schwerkranke Corona-Patienten akut zu behandeln.

          Mehrere Teams weltweit arbeiten derzeit an verschiedenen Antikörpern gegen das Coronavirus. Forscher aus Israel und aus den Niederlanden haben kürzlich ebenfalls erste Erfolge gemeldet.

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