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Delta-Variante : Bayern kündigt strenge Kontrollen von Urlaubsrückkehrern an

  • Aktualisiert am

Passagiere am Flughafen Frankfurt Bild: Reuters

Reiserückkehrer müssen sich laut Bayerns Gesundheitsminister wegen der Delta-Variante des Coronavirus auf strenge Kontrollen ihrer Impfausweise und Negativtests einstellen. In Portugal dominiert inzwischen die erstmals in Indien nachgewiesene Virusmutation.

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          Urlauber, die aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehren, sollen nach dem Willen von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) an den Grenzen engmaschig auf Impfausweise und negative Corona-Tests kontrolliert werden. Das sagte der CSU-Politiker, der auch Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz ist, der „Bild am Sonntag“ mit Blick auf die rasche Ausbreitung der Delta-Variante.

          „Im Gegensatz zum letzten Sommer sind in ganz Deutschland flächendeckende Testsysteme aufgebaut. Entscheidend ist, dass vor Einreise getestet wird und die Testnachweise an den Grenzübergängen und den Flughäfen nicht nur stichprobenartig kontrolliert werden“, so Holetschek. Bund und Land befänden sich in enger Abstimmung, um engmaschige Kontrollen während der Reisezeit sicherzustellen, sagte Holetschek weiter.

          Delta-Variante dominiert in Portugal

          Die Delta-Variante breitet sich in Europa immer weiter aus. In Portugal ist sie inzwischen die vorherrschende Virusvariante. Wie aus Daten der Gesundheitsbehörde DGS von Freitagabend hervorgeht, macht sie landesweit mittlerweile mehr als 50 Prozent aller Neuinfektionen aus – im Großraum Lissabon sind es sogar mehr als 70 Prozent. Die zuerst in Indien aufgetretene Delta-Variante hat in Portugal damit die zuerst in England entdeckte Alpha-Mutante überholt, die im Mai noch vorherrschend war.

          Die starke Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante hat in Portugal zu einem Wiederanstieg der Infektionszahlen geführt. In einigen Regionen gelten deshalb wieder strengere Beschränkungen. In Lissabon wurden die Öffnungszeiten von Restaurants und Geschäften teilweise wieder beschränkt, die Region darf am Wochenende bis auf wenige Ausnahmen auch weder betreten noch verlassen werden.

          Wegen der starken Ausbreitung der Delta-Variante hatte die Bundesregierung Portugal am Freitagabend als Virusvariantengebiet eingestuft. Ab Dienstag um Mitternacht gelten nun wieder besonders strenge Regeln bei der Wiedereinreise nach Deutschland. Der deutsche Reiseanbieter Olimar will deshalb mehrere Hundert Bundesbürger schnell zurückholen. Das Unternehmen aus Köln, das auf Portugal spezialisiert ist, habe seinen Gästen eine rechtzeitige Rückkehr bis Montagabend angeboten, teilte das Unternehmen mit.

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