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Risikogebiete : Auswärtiges Amt warnt vor touristischen Reisen in Teile Kroatiens

  • Aktualisiert am

Touristen in Zadar: Teile des kroatischen Küstengebiets wurden vom RKI als Risikoregion eingestuft. Bild: dpa

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen nach einer Auslandsreise steigt. Das Robert-Koch-Institut stuft das kroatische Küstengebiet als Risikogebiet ein. Für Luxemburg hingegen besteht keine Reisewarnung mehr.

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          Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in Teile Kroatiens. Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts heißt es am Donnerstag: „Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Gespanschaften Šibenik-Knin und Split-Dalmatien wird derzeit aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt.“ Zuvor schon hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) Teile des Urlaubslandes Kroatien als Risikogebiet eingestuft.

          Demnach gelten seit Donnerstag die beiden südlichen Verwaltungsbezirke, die so genannten Gespanschaften Šibenik-Knin sowie Split-Dalmatien als Risikogebiet. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

          Ein weiterer Schwerpunkt der Corona-Neuinfektionen in Deutschland liegt bei Rückkehrern aus den Ländern Kosovo und der Türkei. Das geht aus Statistiken der nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums und des Robert-Koch-Instituts hervor. Demnach kamen 36,3 Prozent der in Nordrhein-Westfalen positiv getesteten Rückkehrer zwischen dem 1. Juli und dem 16. August aus dem Kosovo.

          Mit 19,9 Prozent liegt die Türkei an zweiter Stelle. Danach folgen mit weitem Abstand Kroatien mit 6,2 und Serbien mit 4,1 Prozent. Als Ursache für die hohen Kosovo- und Türkei-Zahlen werden bei Corona-Experten Familienbesuche von in Deutschland lebenden Personen vermutet. Für die klassischen Urlaubsländer wie beispielsweise Spanien oder Griechenland weist die Statistik aus Nordrhein-Westfalen dagegen nur sehr niedrige Infektionszahlen mit 2,5 und 0,5 Prozent Positiv-Testungen aus.

          Auf Bundesebene ist der Trend dem Robert-Koch-Institut zufolge ähnlich: Das RKI gibt den Anteil der positiv getesteten Rückkehrer bei allen Neuinfektionen demnach mit 39 Prozent an. Davon steckten sich rund 20 Prozent entweder im Kosovo oder in der Türkei an. Die regionalen Unterschiede für Nordrhein-Westfalen erklären sich auch mit einer größeren Zahl von Menschen mit türkischen oder kosovarischen Migrationshintergrund in dem bevölkerungsreichsten Bundesland. Große Familienfeste waren von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auch in Deutschland als mögliche Infektionsquelle genannt worden.

          Kroatien folgt in der bundesweiten RKI-Statistik über infizierte Rückkehrer danach an dritter Stelle, vor Bulgarien, Bosnien-Herzegowina, Spanien, Serbien und Rumänien.

          Luxemburg nicht mehr Risikogebiet

          Die Reisewarnung für Luxemburg hat die Bundesregierung hingegen aufgehoben. Das geht aus den Hinweisen der Bundesregierung für den Staat hervor, die am Donnerstag aktualisiert wurden. Luxemburg sei von der Lungenkrankheit Covid-19 vergleichsweise stark betroffen, aber kein Risikogebiet mehr, heißt es dort. „Nach zeitweiliger Überschreitung der Inzidenz von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, sind die Zahlen nun rückläufig und liegen unterhalb dieses Grenzwertes.“

          Das Robert Koch-Institut hatte Luxemburg Mitte Juli zum Corona-Risikogebiet erklärt, nachdem in dem Nachbarland von Rheinland-Pfalz und dem Saarland die Schwelle von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen deutlich überschritten worden war. Das hatte unter anderem zu Folge, dass sich Reisende aus Luxemburg in Deutschland testen lassen und bis zum Vorliegen des Ergebnisses in Quarantäne begeben mussten. Ausgenommen davon waren Rheinland-Pfälzer, die sich kürzer als 72 Stunden in dem Großherzogtum aufhielten, was vor allem Pendler betraf.

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