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Erhöhte Corona-Infektionen : Auswärtiges Amt stuft Luxemburg als Risikogebiet ein

  • Aktualisiert am

Echternacherbrück, Rheinland-Pfalz: Die Grenze zu Luxemburg wird wieder geöffnet, nachdem sie im Mai geschlossen war. Dass es nun zu einer abermaligen Schließung kommt, ist nicht wahrscheinlich. Bild: dpa

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Luxemburg. Grund dafür ist das erhöhte Aufkommen neuer Corona-Infektionen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsident Malu Dreyer warnt davor, die Grenze zu schließen.

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          Das Auswärtige Amt warnt wegen erhöhter Corona-Infektionszahlen in Luxemburg vor „nicht notwendigen, insbesondere touristischen Reisen“ in das Nachbarland. Luxemburg habe kumulativ die Neuinfiziertenzahl von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen überschritten, heißt es auf der am Dienstagabend aktualisierten Homepage des Auswärtigen Amtes zur Begründung. Auch Gebiete in Spanien sind von der Reisewarnung des Auswärtigen Amts betroffen.

          Das Robert Koch-Institut (RKI) listet Luxemburg mit Stand Dienstag als Gebiet, in dem „ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit Sars-CoV-2 besteht“. Laut RKI erfolgt die Einstufung als Risikogebiet nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch Gesundheitsministerium, Innenministerium und Auswärtigem Amt.

          Damit fallen Personen mit Wohnsitz im Großherzogtum automatisch unter Quarantäne-Bestimmungen der Anti-Corona-Verordnung zahlreicher deutscher Bundesländer und können ab sofort nur noch mit höchstens einem zwei Tage alten, negativen Corona-Test zu spontanen Besuchen einreisen. Ansonsten müssen sie sich zunächst für zwei Wochen in häusliche Isolation begeben. Umgekehrt können Deutsche weiter für Kurzbesuche in das Nachbarland, denn die Quarantäne-Regeln gelten nur nach einem Aufenthalt von mehr als drei Tagen in einem Risikogebiet. Auch Berufspendler dürfen weiter über die Grenze zu ihren Arbeitsplätzen, wenn dies notwendig ist.

          Laut den Angaben auf der Webseite des Auswärtigen Amtes gibt es zwischen Deutschland und Luxemburg keine Grenzkontrollen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte sich für den Fall ansteigender Covid-19-Zahlen gegen neue Grenzkontrollen zu den Nachbarländern ausgesprochen. Man habe mit den im Frühjahr zeitweise eingeführten Grenzkontrollen „nicht die besten Erfahrungen gemacht“, sagte er am Montag im Innenausschuss des Europaparlaments.

          Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) warnte am Dienstag davor, die Grenze zu Luxemburg wegen der stark angestiegenen Coronavirus-Neuinfektionen in dem Nachbarland abermals zu schließen. Es gebe viele Pendler, die täglich nach Luxemburg zur Arbeit fahren, aber auch Touristen sowie Menschen, die ihre Verwandten auf der anderen Seite der Grenze besuchen wollten. Für sie alle sei es sehr wichtig, dass die Grenzen frei passiert werden können, erklärte sie in Mainz.

          Zu Beginn der Corona-Krise waren zeitweise wieder Grenzkontrollen zwischen den beiden EU-Staaten eingeführt und viele grenzüberschreitende Straßen gesperrt worden. Die Mitte Mai beendeten Maßnahmen hatten in der Grenzregion massiven Unmut ausgelöst.

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          Aktuell gibt es in Luxemburg mehr als 600 Infizierte und damit fast dreimal so viele offiziell bestätigte Fälle wie etwa im wesentlich größeren, benachbarten Rheinland-Pfalz. Auf die Statistik wirkt sich auch der Umstand aus, dass die luxemburgischen Behörden vor dem Hintergrund steigender Fallzahlen damit begonnen hatten, die gesamte Bevölkerung auf das Coronavirus zu testen. Der Landrat des Kreises Trier Saarburg, Günther Schartz (CDU), sagte am Dienstag, die Situation im Nachbarland sei eine „riesige Herausforderung“ für die Kommunen an der Grenze. Zuletzt seien auch verstärkt Corona-Fälle bei Grenzpendlern gemeldet worden.

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