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Lösung für deutsche Segler? : Auswärtiges Amt plant Rückholaktion aus der Karibik

Abflug aus der Karibik? Der Flughafen St. Maarten auf den Niederländischen Antillen Bild: Picture-Alliance

Zwei Charterflüge sollen kommende Woche deutsche Touristen in die Heimat bringen, die in der östlichen Karibik festsitzen. Der Segelboot-Konvoi über den Atlantik ist damit aber noch nicht vom Tisch.

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          Für die in der Karibik festsitzenden deutschen Segler zeichnet sich eine Lösung ab. Das geht aus einem Schreiben hervor, dass die deutsche Botschaft in Trinidad und Tobago am Donnerstagabend auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte. Demnach plant das Auswärtige Amt, die in der östlichen Karibik festsitzenden Deutschen mit Hilfe von zwei Charterflügen in die Heimat zurückzubringen.

          Lorenz Hemicker
          Redakteur in der Politik

          „Die Rückholaktion für die Länder (…), speziell Trinidad und Tobago, Barbados, Antigua, Dominica, Grenada, St. Vincent und St. Lucia steht bevor“, teilte Botschafterin Ute König darin mit. Die Flüge sollen demnach am 7. und 8. April von Barbados aus und nach Frankfurt gehen. Administrative Details und weitere Informationen zu eventuellen Zubringerflügen würden Deutsche, die sich beim Auswärtigen Amt registriert hätten, per E-Mail erhalten. Neben Deutschen soll auch Touristen aus anderen EU-Länder die Möglichkeit angeboten werden, mitzufliegen.

          Die Planungen für einen Segelkonvoi über den Atlantik sind damit aber noch nicht vom Tisch. „Es ist zu früh“, sagte Johannes Bravidor am Freitag dieser Zeitung. Er zählt zu der Gruppe deutscher Segler, die in der vergangenen Woche diese Option mangels Alternativen für Hunderte Deutsche ins Auge gefasst hatte, die mit ihrem Boot in der Karibik festsitzen. Ihnen gingen die Optionen aus, da auf nahezu allen Karibikinseln Flüge gestrichen wurden, sie keine Aufenthaltsgenehmigungen hatten und im Zuge von Ausgangssperren auch die Verpflegung immer schwerer sicherzustellen war.

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          Individuelle Rückreisepläne über den Atlantik wurden für viele zu einem lebensgefährlichen Unterfangen, da die für solche Überfahrten benötigen erfahrenen Crews nicht landen konnten und auch die auf der wochenlangen Reise dringend benötigten Zwischenstopps auf den Bermudas und den Azoren angesichts neuer Schutzmaßnahmen vor Ort zunehmend unrealistisch erschienen. Den Wunsch nach einem Begleitschiff der Deutschen Marine hatte diese am Montag gegenüber der F.A.Z. abgelehnt.

          In den Whatsapp-Gruppen, in denen sich die deutschen Segler in der Karibik austauschen, zeichneten sich in den vergangenen Tagen auch Lösungen für ihre Boote ab. Neben dem Huckepacktransport auf Frachtschiffen brachten Gruppenmitglieder die Option ins Spiel, die Segelschiffe in der Karibik so wetterfest zu machen, dass sie gute Chancen haben, die Anfang Juni beginnende Hurrikan-Saison in der Karibik zu überstehen. Zugleich hieß es aus Seglerkreisen vor Ort aber auch, man sei skeptisch, ob sich mit der Hauruckaktion alle Probleme lösen lassen würden. Weder sei sicher, ob die Unterstützung des Auswärtigen Amtes am Ende tatsächlich ausreichen werde, um die Deutschen rechtzeitig in die Flieger zu bekommen, noch ließen sich Boote in der kurzen Zeit in vertrauensvolle Hände übergeben, um sie wetterfest oder für die Verladung bereit zu machen.

          Die Region war offiziell lange Zeit vor dem Coronavirus weitgehend verschont geblieben. Inzwischen wächst aber auch hier die Zahl der Infektionen rasant.

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