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Ausgangssperre in Spanien : Nur kurz mit dem Hund raus

Ein Polizist bewacht den Zugang zum Strand in Barcelona, 15. März 2020. Bild: dpa

Wer sich nicht an die Ausgangssperre hält, dem drohen in Spanien hohe Geldstrafen. Nachdem die Zahl der Infizierten rasant gestiegen ist, hat das Land harte Maßnahmen ergriffen. Den Katalanen geht das nicht weit genug.

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          Die Zeitungen haben am Sonntagmorgen die identische Titelseite. „Dieses Virus werden wir gemeinsam stoppen“, steht in großen gelben und schwarzen Lettern auf dem Mantel der überregionalen Blätter. Doch die dramatischen Appelle der spanischen Regierung an das Verantwortungsgefühl der Bürger scheinen gar nicht nötig zu sein. Spätestens seit Ministerpräsident Pedro Sánchez am Samstagabend die drastischen Einschränkungen des Alarmzustands verkündet hatte, bleiben die meisten Menschen zuhause. Schneller als in Italien haben sich die Spanier der neuen Lage angepasst, die immer dramatischer wird.

          Hans-Christian Rößler
          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Alle bisherigen Maßnahmen zeigten keine Wirkung. Bis Sonntag wurden innerhalb von 24 Stunden 1700 neue Fälle registriert, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. In Spanien sind damit fast 8000 Menschen infiziert. Auch die Zahl der Todesfälle hat sich seit Samstag auf fast 300 verdoppelt.

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