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Großbritannien und die EU : Auch ein Impfstoff kann Beziehungen vergiften

Der britische Premierminister Boris Johnson am 25. Januar in London mit einer Dosis des Corona-Impfstoffs von Astra-Zeneca Bild: dpa

Großbritannien fasst Überlegungen der EU, die Impfstoff-Ausfuhr zu kontrollieren, als Drohung auf – und als Bestrafung für Lieferprobleme von Astra-Zeneca. Diese könnten auch mit dem niedrigen Preis zusammenhängen.

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          Ursprünglich wollte sich die britische Regierung am Dienstag als solidarisches Mitglied der Impf-Internationale und als medizinischer Vorreiter präsentieren. Um Mitternacht hatte Downing Street eine Pressemitteilung freigegeben, die ein großzügiges Angebot enthielt: Großbritannien will fortan seine überdurchschnittlichen Kapazitäten für die Feststellung von Virus-Varianten („Sequencing“) anderen Ländern zur Verfügung stellen. Doch die Initiative für eine „New Variant Assessment Platform“ ging unter in bangen Fragen nach der weiteren Versorgung mit Impfstoff. Der Grund dafür waren Äußerungen aus Brüssel und Berlin, die als Drohung verstanden wurden, Lieferungen des in Belgien produzierten Biontech-Pfizer-Serums ins Königreich zu begrenzen.

          Jochen Buchsteiner

          Politischer Korrespondent in London.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Nadhim Zahawi, der die britische Impfkampagne als Staatssekretär beaufsichtigt, versicherte am Dienstag, dass der Nachschub stehe und die Ziele der Regierung nicht gefährdet seien. Bis Mitte Februar sollen 15 Millionen Menschen, die den wichtigsten Risikogruppen angehören, mit einer ersten Dosis geschützt sein. Diese Zuversicht habe er aus Gesprächen mit den Chefs von Pfizer und Astra-Zeneca mitgenommen; von beiden Unternehmen erhält Großbritannien Lieferungen.

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