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Schutz nach nur einer Dosis : Amerikanische Experten empfehlen Zulassung für Impfstoff von Johnson & Johnson

  • Aktualisiert am

Ampullen mit dem von Johnson & Johnson entwickelten Corona-Imfpstoff. Bild: Johnson via AP

Die Zulassung für die Vereinigten Staaten dürfte nun rasch folgen. Studien bescheinigen dem Vakzin sehr hohen Schutz auch gegen die neuen Virus-Varianten. In Europa könnte der Impfstoff im März freigegeben werden.

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          Das Berater-Komitee der Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten FDA hat sich für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des amerikanischen Konzerns Johnson & Johnson ausgesprochen. Bei der live übertragenen Video-Schalte des Treffens am Freitag stimmten die Fachleute des Gremiums einstimmig für die Zulassung. Eine endgültige Entscheidung über die Notfallzulassung obliegt nun der FDA. Sie folgt jedoch fast immer den Empfehlungen des Impfausschusses, so dass mit einer raschen Zulassung gerechnet wird.

          Im Gegensatz zu den anderen Impfstoffen ist bei Johnson & Johnson nur eine Injektion nötig. Außerdem kann das Mittel leichter transportiert und aufbewahrt werden: Nach Unternehmensangaben ist es mindestens drei Monate lang bei Temperaturen zwischen zwei und acht Grad haltbar

          Die Vereinigten Staaten hätten nach einer Zulassung neben den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna einen dritten Corona-Impfstoff zur Verfügung. Bisher wurden in Amerika bereits mehr als 66 Millionen Injektionen verabreicht.

          Sehr hohe Wirksamkeit gegen Virus-Mutationen

          Vorprüfungen der FDA bescheinigten dem Vakzin von Johnson & Johnson eine sehr hohe Wirksamkeit. Laut am Mittwoch veröffentlichten Unterlagen verhinderte das Mittel in einer großen klinischen Studie in Amerika schwere Erkrankungen zu 85,9 Prozent. Bei Studien in Südafrika und Brasilien lag die Wirksamkeit demnach bei 81,7 beziehungsweise 87,6 Prozent. Damit scheint der Impfstoff des Konzerns auch gut gegen die südafrikanische und die brasilianische Virus-Variante zu wirken, die als deutlich ansteckender gelten.

          Auch in der Europäischen Union hat der US-Konzern bereits die Zulassung beantragt. Eine Entscheidung wird für Mitte März erwartet.

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