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Viruskrankheit : Was gegen Corona hilft: 14 Regeln

Wie sieht gründliches Händewaschen aus?

Die Hände sollten dringend gewaschen werden nach: dem Nachhausekommen, dem Besuch der Toilette, dem Naseputzen, Husten oder Niesen, vor Mahlzeiten und dem Hantieren mit Medikamenten oder Kosmetika. Und zwar so:

  1. Halten Sie die Hände unter fließendes Wasser: es muss kein heißes sein.
  2. Seifen Sie die Hände gründlich ein: sowohl Handinnenflächen als auch -rücken, Fingerspitzen, Nägel und Fingerzwischenräume.
  3. Reiben Sie die Seife an allen Stellen ein. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden.
  4. Danach die Hände unter fließendem Wasser abspülen. Verwenden Sie in öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns ein Einweghandtuch oder Ihren Ellenbogen.
  5. Trocknen Sie anschließend die Hände sorgfältig ab, auch in den Fingerzwischenräumen.

Welche Desinfektionsmittel helfen?

Wer gerade kein Waschbecken zur Verfügung hat, dem können auch mal Feuchttücher oder Desinfektionsmittel helfen. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt in diesem Fall Mittel mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid", "wirksam gegen behüllte Viren", "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" zu nutzen. Sein Handy ab und zu desinfizieren, das kann Sinn machen.

Was sollte ich sonst noch tun?

Taschentücher sollten nicht mehrfach verwendet werden. Falls man keins zur Hand hat, aber niesen muss, sollte das in die Armbeugen geschehen und nicht in die Handinnenfläche. Gleiches gilt, wenn man husten muss.

Hilft die Grippeimpfung gegen Corona?

Eine Grippeimpfung schützt nicht vor dem Coronavirus, weil der Erreger aus einer anderen Virusfamilie stammt als die Influenzaviren. Aber eine Impfung gegen Grippe oder auch gegen Pneumokokken ist trotzdem sinnvoll; sie können verhindern, dass man gleich zwei Erkrankungen bekommt, die das Atemsystem betreffen.

Stellen die Kirchen tatsächlich den Friedensgruß ein?

Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche rät ihren Geistlichen in Rundmails zu Vorsichtsmaßnahmen. So soll tatsächlich in den Gottesdiensten bis auf weiteres auf das Händereichen als Friedensgruß verzichtet werden. Auch der Kommunionempfang durch den Mund soll vermieden werden. Viele Kirchen entfernen zusätzlich das Weihwasser; im Kölner Dom sind die Becken seit Freitag trocken.

Kann ich Homeoffice beantragen?

Sie können das mit Ihrem Arbeitgeber besprechen. Ob er das genehmigt, das ist aber seine Sache. Offizielle staatliche Anweisungen gibt es dazu bisher nicht.

Sollte ich Hamsterkäufe machen?

Behörden und Experten aus der Branche sehen dafür keinen Anlass. Offiziell heißt es, es werde keine Lieferengpässe geben. Von einigen Supermarktketten wird verkündet: Für Produkte, die besonders nachgefragt werden, wolle man die Lagerbestände kurzfristig erhöhen. Hamsterkäufe zu tätigen, halten aber auch die Ketten für Panikreaktionen. Die Bundesregierung rät unabhängig vom Coronavirus Bürgern generell zur Anlage eines Notfallvorrats für etwa zehn Tage; das gilt auch für Fälle wie Schneechaos, Stromausfall oder Überschwemmungen.

Können auch Gegenstände das Virus übertragen?

Sieht so aus. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Virus bei Raumtemperaturen im Schnitt vier bis fünf Tage auf Türklinken, Geländern oder ähnlichem überleben kann. Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit sollen die Lebensdauer steigern. In China werden nun angeblich Geldscheine desinfiziert. Nach Angaben der Bundesbank wird das Virus aber nicht über Euro-Banknoten verbreitet.

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