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„Diamond Princess“ in Yokohama : Vereinigte Staaten holen Amerikaner von Quarantäne-Schiff

  • Aktualisiert am

Busse bringen amerikanische Passagiere von Bord der „Diamond Princess zum Flughafen. Bild: dpa

40 amerikanische Passagiere der „Diamond Princess“ sind mit dem Coronavirus infiziert und bleiben vorerst in Kliniken in Japan, während 400 Landsleute ausgeflogen werden. Auch andere Länder wollen ihre Bürger von dem Kreuzfahrtschiff holen.

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          Die Vereinigten Staaten haben hunderte ihrer Staatsbürger von dem in Japan unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ geholt. 40 amerikanische Passagiere hätten sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert und müssten in Krankenhäusern in Japan bleiben, sagte ein Vertreter der amerikanischen Gesundheitsbehörden dem Sender CBS am Sonntag. Die restlichen Passagiere werden in die Vereinigten Staaten ausgeflogen, wo sie zwei Wochen unter Quarantäne gestellt werden.

          Die amerikanischen Behörden hatten am Samstag mitgeteilt, dass rund 400 Menschen ausgeflogen würden. Allerdings lehnten einige Passagiere aus den Vereinigten Staaten es ab, das Schiff zu verlassen. Alle anderen wurden in der Nacht zu Montag in Gruppen vom Schiff gebracht und in Bussen zum Flughafen gefahren.

          Die „Diamond Princess“ wird seit Anfang Februar wegen des Coronavirus im Hafen von Yokohama unter Quarantäne gehalten. Auf dem riesigen Schiff mit mehr als 3700 Menschen an Bord wurden nach Angaben des japanischen Gesundheitsministeriums vom Sonntag 355 Infektionen festgestellt. Ob die 40 Amerikaner in dieser Zählung mit inbegriffen waren, war zunächst unklar.

          Noch nicht alle Passagiere getestet

          Bis Sonntag wurden nach Angaben des japanischen Gesundheitsministeriums 1219 Passagiere getestet. Wegen Material- und Personalmangels konnten bisher nicht alle Menschen an Bord getestet werden. Die Passagiere auf der „Diamond Princess“ stammen aus insgesamt rund 50 Ländern. Auch Hongkong, Kanada und Italien haben angekündigt, ihre Staatsbürger an Bord des Schiffes in Sicherheit zu bringen.

          In China sind bereits rund 70.500 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, knapp 1800 Menschen starben. Das Virus breitete sich inzwischen auf mehr als zwei Dutzend weitere Länder aus.

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