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Coronavirus : RKI meldet knapp 23.000 Neuinfektionen

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Eine Altenpflegerin führt im Seniorenheim Pauline-Krone-Heim der Altenhilfe Tübingen einen Antigen-Corona-Schnelltest durch. Bild: dpa

Die Infektionszahlen in Deutschland liegen weiter über dem Vorwochenniveau. Der R-Wert steigt an. Die CSU fordert zusätzliche Beschränkungen, um das Virus einzudämmen.

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          In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.964 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche wurden gut 500 Fälle mehr gemeldet. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 22.461 gelegen. Der Höchststand war am Freitag mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden.

          Nachdem die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Oktober und Anfang November stark gestiegen war, war der Wert zuletzt vergleichsweise stabil. Einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen gibt es aber bislang nicht, obwohl seit Anfang November ein Teil-Lockdown in Deutschland gilt.

          R-Wert steigt an

          Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 902.528 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 254 auf insgesamt 13.884. Das RKI schätzt, dass rund 593.100 Menschen inzwischen genesen sind.

          Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,05 (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

          Der Chef der CSU-Bundestagsabgeordneten, Alexander Dobrindt, fordert gravierende Anti-Corona-Maßnahmen, um bis Weihnachten die Infektionszahlen stark einzudämmen. „Dazu braucht es zusätzliche Beschränkungen“, sagte der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe der „Passauer Neuen Presse“. So müsse das Infektionsgeschehen an den Schulen stärker gebremst werden. „Die Schulen können zum Beispiel auf Wechselunterricht oder Hybridunterricht umstellen“, forderte Dobrindt. Hilfreich könne es auch sein, Schüler mit besser schützenden FFP2-Masken auszustatten. Auch die Frage, ob die Schulferien nicht früher beginnen und später enden sollten, müsse diskutiert werden.

          Bund und Länder beraten am Mittwoch über das weitere Vorgehen gegen die Pandemie. Die Länder wollen ihre Position am Montag abstecken. „Unser Ziel muss es sein, vor Weihnachten unter die Inzidenz von 50 zu kommen, damit ein weitgehend normales Fest möglich sein kann. Deshalb sind jetzt noch stärkere Anstrengungen gefordert“, erklärte Dobrindt. „Andernfalls erreichen wir nach aktuellen Berechnungen wohl erst Mitte Januar dieses Ziel.“

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