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Coronavirus : 922 Neuinfektionen registriert

  • Aktualisiert am

Corona-Test in Dresden Bild: dpa

Das Robert-Koch-Institut meldet abermals Hunderte Coronavirus-Infektionen – neue Todesfälle gab es zuletzt hingegen nicht. Am Wochenende waren die Zahlen auf den höchsten Stand seit fünf Monaten gestiegen.

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          In Deutschland ist die Zahl der bekannten Infektionen um 922 auf 272.337, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle bleibt demnach unverändert bei 9386. Die am Montagmorgen gemeldeten Zahlen sind in der Regel vergleichsweise niedrig, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten melden.

          Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen hatte am Wochenende einen Höchststand seit knapp fünf Monaten erreicht. So meldete das Robert Koch-Institut am Samstagmorgen 2297 neue Fälle, die der Behörde binnen 24 Stunden übermittelt wurden. Am Sonntag lag der Wert bei 1345 neuen Ansteckungen. Das RKI sprach in seinem Lagebericht vom Sonntag von einem „weiteren Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung“.

          Zudem schreibt das RKI: „Die Zahl der Todesfälle unter den übermittelten Covid-19 Fällen ist derzeit niedrig.“ Das liege hauptsächlich daran, dass zuletzt bei relativ vielen jungen Menschen eine Infektion nachgewiesen wurde. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb am Samstag bei Twitter: „Aktuell kann unser Gesundheitssystem gut mit der Situation umgehen, aber die Dynamik in ganz Europa besorgt.“

          Anteil der Infizierten bei Älteren nimmt leicht zu

          Allerdings nimmt der Anteil der Infizierten in der älteren Bevölkerung laut RKI aktuell leicht zu. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, müsse damit gerechnet werden, dass wieder mehr Menschen ins Krankenhaus kommen und auch sterben. Ältere Menschen gelten als anfälliger für einen schweren Verlauf von Covid-19.

          Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

          Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht von Sonntag bei 1,22 (Vortag: 1,27). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

          Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,17 (Vortag: 1,24). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

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