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Mehr als 2000 Neuinfektionen : Situation in Frankreich verschärft sich wieder

  • Aktualisiert am

Sommer 2020 am Strand von Biarritz Bild: dpa

Im Nachbarland steigt die Zahl der Neuinfektionen auf mehr als 2000 an einem Tag. Der Gesundheitsminister mahnt die Bevölkerung, trotz der Hitze eine Maske weiter zu tragen.

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          In Frankreich gab es binnen 24 Stunden 2288 Neuinfektionen. Die Zahlen vom Freitag beunruhigen das Land. Gegenüber Donnerstag und Mittwoch ist es ein deutlicher Anstieg. An den Vortagen lag die Zahl der neu bestätigten Fälle jeweils bei unter 1700.

          Der Anstieg vom Vortag wird von der Generaldirektion für Gesundheit mit Sorge wahrgenommen, weil die Verbreitung des Coronavirus wieder zugenommen hat, besonders unter jungen Erwachsenen, heißt es in einer Mitteilung.

          Die Zahl der Intensivpatienten habe demnach leicht abgenommen – von 390 auf 383 Personen. Derzeit befinden sich noch etwa 5000 Patienten in Frankreich in stationärer Behandlung. Vor allem die Region um Paris einschließlich, die L'Ile-de-France, sei besonders von der Pandemie betroffen; ebenso wie die Provence-Alpes-Côte d'Azur, die nördliche Region Hauts-de-France und das Überseegebiet Guyana.

          Gesundheitsminister mahnt Bevölkerung

          Zuletzt hatten mehrere Städte in Frankreich, wo die Schulferien erst Ende August enden, das Tragen von Mund-Nase-Bedeckung auf öffentliche Plätze und Straßen ausgeweitet, unter anderen Nizza und Biarritz, ab Montag auch Paris. In geschlossenen Räumen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind, bestand vorher schon eine Maskenpflicht, die bei Nichteinhaltung mit 135 Euro bestraft wird.

          Am Donnerstag appellierte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran an die Bevölkerung, die Corona-Schutzmaßnahmen trotz der derzeitigen Hitzewelle weiter einzuhalten. „Frankreich bleibt standhaft, die Franzosen müssen standhaft bleiben.“ Das mutmaßliche Risiko einer Übertragung durch Aerosole rechtfertige den Einsatz aller möglichen Mittel zur Bekämpfung des Virus, sagte Véran.

          Die Behörden rechnen damit, dass die Hitzewelle mit Temperaturen um die 40 Grad noch bis mindestens Dienstag andauert. Für neun der 101 Départements wurde am Freitag wegen der Hitze die Alarmstufe Rot ausgerufen, betroffen ist auch der Großraum Paris. Für 53 weitere Départements gilt die Stufe Orange.

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