https://www.faz.net/-gum-9y7ux

Patienten meiden Krankenhäuser : „Kommen Sie weiterhin in die Notaufnahme!“

Schilder weisen am Klinikum Wolfsburg den Weg zur Notaufnahme Bild: dpa

In den Notaufnahmen geht die Anzahl der Patienten zurück – Mediziner warnen jedoch davor, Beschwerden zu verschleppen und raten, weiterhin ins Krankenhaus zu kommen. Personal und Patienten werden dort vor einer Infektion geschützt.

          3 Min.

          Er habe einen dringenden Appell, sagt der Notfallmediziner Michael Dommasch: „Kommen Sie weiterhin in die Notaufnahme! Wir können Sie versorgen! Sie werden sich nicht infizieren!“ Dass man nun die Menschen dazu auffordern muss, in die sonst chronisch überlaufenen Ambulanzen zu kommen, ist neu und auch eine Folge der Corona-Krise. Doch die Fallzahlen der Notaufnahmen jenseits der Covid-19-Patienten gehen in vielen Krankenhäusern zurück – offenbar meiden viele den Gang in die Ambulanz aus Angst, sich dort mit Sars-CoV-2 zu infizieren.

          Karin Truscheit

          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Oberarzt Dommasch, der in München die internistische Leitung der zentralen interdisziplinären Notaufnahme des Krankenhauses rechts der Isar der Technischen Universität innehat, warnt daher vor möglichen „Kollateralschäden“ der Pandemie: „Jemand verspürt Symptome eines Herzinfarkts und denkt sich: ,Das halte ich jetzt mal aus, ich will nicht in die Ambulanz, um mich nicht zu infizieren.‘“ Diese Haltung könne lebensgefährlich sein, wenn eine Erkrankung nicht entdeckt und nicht versorgt werde. „Doch wir haben die Kapazitäten nach wie vor, wir wollen und können die Patienten behandeln“, sagt Dommasch.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Attila Hildmann : Für ihn sind alle Feinde Juden

          Attila Hildmann ist vor der Justiz in die Türkei geflohen. Dort lässt er seinem Antisemitismus nun freien Lauf. Vorher nutzte er noch Codewörter, die auch bei manchen Querdenkern und Corona-Leugnern beliebt sind.
          Brennpunkt mit viel Zuwanderung: Eine Hochhaussiedlung in Bremen (Archivbild von September 2011)

          Falsche Väter : Perfides Geschäft mit schwangeren Frauen?

          In Bremen beantragen immer mehr schwangere Frauen aus Afrika Sozialleistungen. Sie geben an, der Kindsvater sei deutscher Staatsbürger. Steckt dahinter organisierte Kriminalität?

          Navi-Apps im Vergleichstest : Mit GPS und Schwarmintelligenz

          Im Wald verirrt und kein Mobilfunknetz erreichbar: Navi-Apps für Wanderer und Radfahrer können eine große Hilfe sein. Sie finden sogar optimale Wege für unterschiedliche Fortbewegungsarten.