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Das kommt auf uns zu : Wie heftig wird der Affenpocken-Ausbruch in Deutschland?

Affenpocken sind DNA-Viren, die sich normalerweise nicht so schnell verändern. Bild: Science Photo Library

In München wurde diese Woche der erste deutsche Affenpocken-Patient behandelt. Für das Klinikpersonal war das eine Herausforderung.

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          Als am 5. Mai in Großbritannien ein erster Fall von Affenpocken bestätigt wurde, ahnte Clemens Wendtner in München schon, was auf ihn zukommen könnte. Der Professor ist Chefarzt der Infektiologie an der München Klinik Schwabing – einem von nur sieben „Kompetenz- und Behandlungszentren“ in Deutschland, die zu einem „Ständigen Arbeitskreis“ für „Krankheiten durch hochpathogene Erreger“ gehören, angesiedelt am Robert-Koch-Institut. Diese Kliniken sind im Fall des Falles die ersten Ansprechpartner für Ärzte – und die Adressaten für infizierte Patienten.

          In München gab es „Patient Null“

          Timo Frasch
          Politischer Korrespondent in München.
          Lucia Schmidt
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Am 19. Mai, so erzählt es der 56 Jahre alte Mediziner, habe er mit seinem Oberarzt darüber gesprochen, was zu tun sei, wenn ein Patient mit dem Verdacht auf Affenpocken käme, ob etwa die „Sonderisolierstation“ zu aktivieren sei. Das primäre Ziel bei diesen Überlegungen: das eigene Personal so gut wie möglich zu schützen. Auf Sonderisolierstationen herrscht Unterdruck, außerdem gibt es ein eigenes Labor, eine Desinfektionsanlage und eine eigene Kläranlage. Ärzte und Pfleger arbeiten in speziellen Anzügen, um etwa vor Stichverletzungen geschützt zu sein. Luft zum Atmen bekommen sie durch einen partikeldichten tragbaren Ansaugfilter in diesen Ganzkörperanzügen.

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