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Pockenimpfstoff Imvanex : STIKO empfiehlt Impfung gegen Affenpocken für Risikogruppen

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Eine Krankenschwester bereitet einen PCR-Tests zur Erkennung des Affenpockenvirus vor. Bild: dpa

Die Ständige Impfkommission empfiehlt Risikogruppen, sich impfen zu lassen. Dazu zählen Menschen, die engen körperlichen Kontakt zu Infizierten haben, Personal in Laboren mit ungeschütztem Kontakt zu Proben und homosexuelle Männer mit wechselnden Partnern.

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          Die Ständige Impfkommission, kurz STIKO, empfiehlt Risikogruppen, sich gegen Affenpocken impfen zu lassen. Das teilte sie am Donnerstag mit. Der Beschlussentwurf der Empfehlung muss nun noch in ein sogenanntes Stellungnahmeverfahren mit den Bundesländern und beteiligten Fachkreisen, ist also noch keine endgültige Empfehlung.

          Als Risikogruppen definiert die Kommission Männer, die Sex mit wechselnden männlichen Partnern haben, sowie mit Einschränkungen Personal, das in speziellen Laboren arbeitet. Die STIKO begründet das damit, dass alle 130 bisher in Deutschland bekannt gewordenen Affenpocken-Fälle bei homosexuellen oder bisexuellen Männern aufgetreten sind. Deshalb solle diese Gruppe besonders geschützt werden, heißt es auf der Website des Robert-Koch-Instituts.

          In der EU ist bereits ein Impfstoff zugelassen, der gegen die bisher wenig verbreiteten Affenpocken wirksam ist: Imvanex. Er kann unter bestimmten Bedingungen auch eine Infektion verhindern, wenn die Person schon Kontakt zu dem Virus gehabt hat. Da der Impfstoff zunächst nicht in ausreichenden Mengen verfügbar sein wird, empfiehlt die STIKO diese sogenannte Postexpositionsprophylaxe einer regulären Impfung vorerst vorzuziehen.

          Affenpocken gehören nicht zu den leicht übertragbaren Krankheiten. Eine Übertragung findet in der Regel erst nach engem körperlichen Kontakt, häufig über Schleimhäute, statt. Die Grundimmunisierung erfolgt mit zwei Impfstoffdosen in einem Abstand von 28 Tagen. Wer bereits in der Vergangenheit gegen Pocken geimpft wurde, braucht nur eine Dosis.

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