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Brasilien : Vier Mal mehr Zika-Fälle

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Neugeborenen mit Zika haben einen abnormal kleinen Kopf und häufig auch schwere Hirnschäden. Bild: AP

Brasiliens Gesundheitsministerium hat Zahlen zur Zika-Epidemie veröffentlicht: Die Infektionen bei Babys haben stark zugenommen, die Zahl aller Zika-Erkrankungen wird auf 1,5 Millionen geschätzt.

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          Brasilien hat seit dem Ausbruch der Zika-Epidemie im Oktober vergangenen Jahres 641 Fälle von Mikrozephalie bei Babys registriert. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag außerdem erklärte, starben 139 Babys an dem schweren Defekt. Normalerweise gibt es in Brasilien jährlich rund 150 Fälle von Mikrozephalie - dabei haben die Neugeborenen einen abnormal kleinen Kopf und häufig auch schwere Hirnschäden.

          Das Zika-Virus steht im Verdacht, Mikrozephalie bei Babys auszulösen und gilt damit für Schwangere als besonders gefährlich. Derzeit laufen wissenschaftliche Untersuchungen zu dem vermuteten Zusammenhang zwischen Zika und Mikrozephalie. Als gesichert gilt hingegen, dass das Virus die schwere Nervenkrankheit namens Guillain-Barré-Syndrom auslösen kann.

          Das von Mücken übertragene Zika-Virus grassiert derzeit vor allem in Südamerika. Besonders betroffen ist Brasilien: Die Zahl der Zika-Infektionen wird dort auf 1,5 Millionen geschätzt. Die brasilianischen Behörden untersuchen derzeit außerdem noch über 4200 weitere mögliche Fälle von Mikrozephalie, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

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