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Gesundheit : Zeckenalarm in Süddeutschland

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Die Zahl der Menschen, die durch einen Zeckenstich an einer Hirnhautentzündung erkrankt sind, hat sich in Süddeutschland verdoppelt.

          Die Zahl der durch Zeckenstiche übertragenen Hirnhautentzündungen ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr zählten die Wissenschaftler in Deutschland mit 254 Fällen doppelt so viele Erkrankungen an der so genannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) als im Vorjahr. Die Krankheit hat damit den höchsten Stand seit acht Jahren erreicht.

          Hauptsächlich betroffen seien Bayern und Baden-Württemberg mit zusammen 225 Fällen. Insgesamt sind derzeit 74 Landkreise in Deutschland als FSME- Risikogebiete ausgewiesen: 40 in Bayern, 29 in Baden-Württemberg, drei in Hessen sowie je einer in Rheinland-Pfalz und Thüringen. Für solche Gebiete empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch- Institut eine Schutzimpfung. Inzwischen gibt es neue und gut verträgliche Impfstoffe für Kinder und Erwachsene.

          Nicht jeder Stich führt zu einer Infektion

          Die Frühsommer-Hirnhautentzündung FSME wird von Viren ausgelöst, die vor allem durch Zeckenstiche übertragen werden. Nicht jeder Stich einer infizierten Zecke führt allerdings zu einer Infektion. Nur bei einem knappen Drittel der Infizierten treten Krankheitserscheinungen auf. Die Krankheit beginnt zunächst mit grippeähnlichen Symptomen wie mäßigem Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen und Schwindelgefühl.

          FSME kann zu schweren neurologischen Schäden führen. In etwa zwei Prozent der Fälle verläuft sie sogar tödlich. Die FSME unterscheidet sich von der ebenfalls durch Zecken übertragenen Lyme-Borreliose. Diese viel häufigere, durch Bakterien ausgelöste Krankheit ist nicht auf bestimmte Risikogebiete beschränkt, sondern kommt in ganz Deutschland vor.

          Gegen Lyme-Borreliose helfen Antibiotika

          Charakteristisch für Lyme-Borreliose ist die so genannten Wanderröte. Es handelt sich dabei um eine ringförmige Hautrötung um die Einstichstelle, die später auch an anderen Körperstellen zu beobachten ist. Folgen der Erkrankung können Hirnhautentzündung und Herzprobleme sein. Gegen Borreliose gibt es zur Zeit noch keine Impfung, die Krankheit lässt sich aber gut mit Antibiotika behandeln.

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