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Gesundheit : E-Health - vernetzte Gesundheit

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Ferndiagnose von zu Hause aus möglich Bild: dpa

Die Telemedicine Alliance prüft, wo aus neuer Technik Vorteile für die Gesundheit gezogen werden können.

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          Welche Vorteile kann moderne Technik für die Gesundheit bringen? Wo sind Sparpotentiale, wo können Ärzte schneller informiert werden und wie ist alten Menschen der mühselige Weg zum Arzt zu ersparen? Ideen für den Einsatz moderner Technik gibt es genug. Sie firmieren unter dem Namen E-Health. Nun nimmt sich für 18 Monate die Telemedicine Alliance, in der sich die Europäische Union, die Internationale Telekommunikationsorganisation, die Weltgesundheitsorganisation und die europäische Raumfahrtbehörde Esa zusammengetan haben, der brennenden Fragen an.

          Mögliche Beispiele für den sinnvollen Einsatz moderner Technik gibt viele. Satelliten könnten von Notsituationen, die fernab der Zivilisation geschehen, Bilder übertragen, versierte Ärzte könnten die Operationen von Ferne leiten. Die Raumfahrt könnte aber auch in der Forschung eine wichtige Rolle spielen - denn unter Schwerelosigkeit verlaufen viele Prozesse anders und gewähren Einblicke in den menschlichen Körper.

          Elektronische Übermittlung von Daten statt Routineuntersuchung

          Aber auch viel weniger spektakulär könnte E-Health aussehen. Statt zu Routineuntersuchungen zum Arzt zu gehen, könnte ein Handy wichtige Daten wie Blutdruck, Temperatur und Zuckergehalt des Blutes zum Arzt übermitteln. Es gibt sogar schon Handys, die Elektroden auf der Rückseite tragen und so als Elektrokardiogramme arbeiten können. Rezepte könnten per Computer ausgestellt werden, der Weg zum Arzt würde überflüssig. Gerade für ältere und gebrechliche Menschen aber auch für Reisen wäre das eine große Vereinfachung. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat mit dem System E-ssist schon Prototypen für solche Anwendungen geschaffen. Auch das Checken von Krankendaten zwischen verschiedenen Krankenhäusern überprüft die Telemedicine Alliance. Ein Abgleich würde Fehlbehandlungen und Dopplungen vermeiden helfen.

          Manche Idee ist schon umgesetzt, doch ehe ein flächendeckender Standard in einem Europa mit seinen unterschiedlichen Kulturen und Krankensystemen eingeführt wird, gilt es einige Dinge zu klären: Wie steht es um den Datenschutz, wie können medizinische Daten schnell und sicher ausgetauscht werden? Fragen, die die Telemedicine Alliance in den kommenden 18 Monaten klären soll.

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