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Geschlechtsneutralität in Schulen : Guten Morgen, kleine Pinguine!

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Wildkatzen, hört mir mal zu! Kinder am ersten Schultag. Bild: Reuters

In den Vereinigten Staaten tobt eine Debatte über die geschlechtsneutrale Anrede von Schulkindern. Ein Bezirk in Nebraska hatte Schulen gebeten, auf Anreden wie „Jungs“ oder „Mädchen“ zu verzichten, um niemanden auszuschließen.

          Der Versuch eines Schulbezirks im amerikanischen Nebraska, die Schüler nicht länger als Jungen oder Mädchen anzusprechen, sondern mit geschlechtsneutralen Begriffen wie „Leute“, „Wildkatzen“ oder „lilafarbene Pinguine“, hat in den Vereinigten Staaten eine Debatte über den Umgang mit transsexuellen Jugendlichen ausgelöst.

          Nach Vorwürfen, die sogenannte Geschlechtssensibilität zu übertreiben, verwies der Schulrat des Bezirks Lincoln auf die Gefahr von Mobbing und Suizid bei Transsexuellen. „Wir weisen die Lehrer lediglich auf die Verletzlichkeit der Jugendlichen hin und fordern sie auf, sensibel zu sein. Wir verbieten ihnen aber nicht, die Schüler als Jungen oder Mädchen anzusprechen“, sagte Schulrat Steve Joel.

          Hunderte Eltern hatten sich in den vergangenen Tagen beschwert, als bekannt wurde, dass die Lehrer der öffentlichen Schulen in Lincoln an einem Seminar zur Geschlechtssensibilität teilgenommen hatten. Die Unterlagen, die den Pädagogen während des Trainings ausgehändigt wurden, sahen unter anderem vor, Gruppen nicht länger nach Geschlecht zu bilden, sondern nach Vorlieben der Kinder für Milch oder Saft, Hunde oder Katzen sowie Fahrrad oder Skateboard.

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