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Gerichtsurteil : BGH bestätigt Urteil im Hamburger Kampfhunde-Prozess

  • Aktualisiert am

Der Tatort in einer Hamburger Schule Bild: AP

Der Halter der beiden Hunde, die im Juli 2000 den sechsjährigen Volkan totgebissen haben, muss seine dreieinhalb Jahre absitzen.

          Rund eineinhalb Jahre nach der tödlichen Kampfhunde-Attacke auf den sechsjährigen Volkan in Hamburg hat der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil gegen einen der beiden Hundebesitzer bestätigt. Der 5. Strafsenat in Leipzig wies am Dienstag die Revisionsanträge des Hauptangeklagten sowie der Staatsanwaltschaft zurück. Damit ist das Urteil rechtskräftig (AZ.: 5 StR 419/01).

          Das Landgericht Hamburg hatte den Kampfhundebesitzer am 17. Januar dieses Jahres wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Seine Freundin erhielt eine einjährige Jugendstrafe auf Bewährung.

          "Sehr maßvolle Strafen"

          Der Hauptangeklagte hatte seinen Kampfhund und den seiner Freundin am 26. Juni 2000 in Hamburg unangeleint ausgeführt. Die Tiere waren über den Zaun eines Schulhofes gesprungen und hatten den Jungen angefallen und totgebissen. Die Hunde waren anschließend von der Polizei erschossen worden. Der Fall hatte großes Aufsehen erregt, als Konsequenz waren bundesweit schärfere Kampfhunde-Verordnungen erlassen worden.

          Die Staatsanwaltschaft wollte mit der Revision eine Verurteilung des Mannes wegen Körperverletzung mit Todesfolge erreichen. Aus Sicht des BGH lag jedoch kein bedingter Vorsatz zur Körperverletzung vor. Auch sei das Urteil des Hamburger Landgericht „in sich widerspruchsfrei, nicht unklar oder lückenhaft“ und lasse auch sonst keine Rechtsfehler erkennen. Die Entscheidung müsse daher „ebenso wie die sehr maßvollen Strafen“ hingenommen werden, hieß in der BGH-Entscheidung.

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