https://www.faz.net/-gum-9h7mn

Separatismus in Spanien : Zwei führende katalanische Unabhängigkeitsbefürworter im Hungerstreik

  • Aktualisiert am

Einer der beiden Inhaftierten im Hungerstreik: Jordi Turull Bild: AP

Jordi Turull und Jordi Sánchez gehören zu den Hauptbefürwortern einer katalanischen Unabhängigkeit. Mit einer drastischen Maßnahme wollen sie in spanischer Haft auf ihr Schicksal aufmerksam machen.

          1 Min.

          Zwei der inhaftierten Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung sind am Samstag in den Hungerstreik getreten. Der ehemalige Minister Jordi Turull und der ehemalige Vorsitzende der Organisation Nationale Katalanische Versammlung, Jordi Sánchez, wollten damit auf ihr Schicksal aufmerksam machen, sagte ihr Anwalt Jordi Pina vor Journalisten in Barcelona.

          In einer Erklärung warfen die beiden Inhaftierten dem spanischen Verfassungsgericht vor, ihr Berufungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) zu blockieren.

          Ob sich die anderen fünf inhaftierten Anführer, die im nördlich von Barcelona gelegenen Gefängnis von Lledoners sitzen, dem Hungerstreik anschließen würden, konnte Pina nicht sagen. Der Prozess gegen insgesamt 18 Katalanen soll Anfang kommenden Jahres in Madrid beginnen. Die Anklage fordert bis zu 25 Jahre Haft für die katalanischen Unabhängigkeitspolitiker.

          Der Streit um die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens war im Oktober 2017 eskaliert, als der ehemalige Regionalpräsident Carles Puigdemont ein von der spanischen Justiz als illegal eingestuftes Referendum organisierte. Nach der Abstimmung rief die Regionalregierung einseitig Kataloniens Unabhängigkeit aus.

          Die spanische Regierung unter dem damaligen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy setzte daraufhin Puigdemont, der mittlerweile in Belgien im Exil lebt, und sein Kabinett kurzerhand ab.

          Weitere Themen

          Chinas Sonde auf dem Mond gelandet

          „Chang’e 5“ : Chinas Sonde auf dem Mond gelandet

          Einmal zum Mond und zurück: Chinas Raumsonde ist erfolgreich gelandet und kann nun zum ersten Mal seit Jahrzehnten Mondgestein sammeln. Rund zwei Kilogramm sollen Forschern Erkenntnisse über die vulkanische Aktivität liefern.

          „Es war einfach nur schrecklich“

          Amokfahrt in Trier : „Es war einfach nur schrecklich“

          Ein Mann rast in Trier mit einem SUV durch eine Fußgängerzone und verletzt und tötet offenbar wahllos Menschen. Auf einem Video ist zu sehen, wie Polizisten den mutmaßlichen Fahrer danach überwältigen.

          Topmeldungen

          Amokfahrt in Trier : „Es war einfach nur schrecklich“

          Ein Mann rast in Trier mit einem SUV durch eine Fußgängerzone und verletzt und tötet offenbar wahllos Menschen. Auf einem Video ist zu sehen, wie Polizisten den mutmaßlichen Fahrer danach überwältigen.
          Nicht nur digital: Der Bericht der Fachleute regt mehr informelle Treffen der Nato-Außenminister vor

          Nato-Strategiebericht : Im Zeichen von Russland und China

          Ein Expertenbericht beschreibt eine neue Sicherheitslage für die Nato. Man erlebe die Wiederkehr des „geopolitischen Wettbewerbs“ und der „Systemrivalität“. Das Bündnis müsse sich reformieren, um dem gewachsen zu sein.
          Polizisten suchen im Oktober 2018 nach einem versuchten Anschlag auf der ICE-Strecke zwischen Nürnberg und München die Schienen ab. Nun wird der Fall vor Gericht verhandelt.

          Manipulierte ICE-Strecken : Mit IS-Propaganda und Holzkeilen

          In Wien steht ein Iraker wegen Terrorismusverdachts vor Gericht. Er gibt Manipulationen an ICE-Strecken in Deutschland zu, verharmlost sie aber: Er habe niemandem schaden, sondern zum Nachdenken anregen wollen. Die Staatsanwaltschaft sieht das anders.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.