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Freier atmen : Prinzessin Letizia hat eine neue Nase

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Überraschende Begradigung: Prinzessin Letizia von Spanien hat sich an der Nase operieren lassen - angeblich wegen Atemproblemen und häufiger Erkältungen. Dass mitten in der Wirtschaftskrise womöglich Steuergelder in die Gesichtskorrektur geflossen sind, dürfte vielen Spaniern nicht gefallen.

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          Ob Prinzessin Letizias neue Nase der spanischen Monarchie einen bleibenden Dienst erweisen wird, erscheint zweifelhaft. Denn manchen verstockten iberischen Republikaner, der schon die opulenten Aufwendungen für das Schuhwerk und die Kleidung der modebewussten künftigen Königin für übertrieben hält, ergrimmt die Vorstellung, dass hier vielleicht inmitten der Wirtschaftskrise Steuergeld in die kosmetische Chirurgie geflossen sein könnte.

          Im Interesse royaler Diskretion war die „Operation“ deshalb mit Bedacht in den Ferienmonat August gelegt worden. Die ehemalige Journalistin, die ihren Mann noch zu den Olympischen Spielen nach Peking begleitet und dort auf die Frage eines Kollegen, was sie denn so mache, etwas schnippisch „Ich bin eine Prinzessin“ geantwortet hatte, kehrte zwei Tage früher nach Spanien zurück. So fand der Eingriff mutmaßlich am 11. August statt, als die königliche Familie noch auf Mallorca Ferien machte.

          Vermutlich wurde auch das Kinn verkürzt

          Das neue Antlitz sollte eigentlich erst zum Abschied von der Insel kurz vor Arbeitsbeginn am 1. September im traditionellen Gruppenbild mit Juan Carlos und Sofía präsentiert werden. Doch das Flugzeugunglück in Madrid kam dazwischen. Kronprinz Felipe und seine Frau mussten am 20. August – der Gips war gerade abgenommen worden – ins Spital eilen, um die Angehörigen der Opfer zu trösten. Die unter einer dicken Schicht Schminke versteckte Korrektur blieb den Fotografen zunächst ebenso verborgen wie die noch verbliebenen blauen Flecke und Schwellungen. Es sollte einige Tage dauern, bis die überraschende Begradigung (und vermutete gleichzeitige Verkürzung des etwas spitzen Kinns) offenbar wurde.

          ... mach neu!
          ... mach neu! :

          Viele Hektoliter Tinte waren schon in den spanischen Medien vergossen worden, als sich das Königshaus zu einer Stellungnahme genötigt sah. Die Prinzessin, so hieß es darin, habe sich wegen „Atemproblemen“, die unter anderem zu „häufigen Erkältungen“ geführt hätten, auf Rat der Palastärzte operieren lassen. Nach Gerüchten über einen Ausflug mit der großen Sonnenbrille in die Schweiz wurde bekannt, dass der Eingriff in einer Klinik nahe dem Zarzuela-Palast in Madrid vorgenommen wurde. Er soll keine Narben hinterlassen und Letizia fortan „freier atmen“ lassen.

          Auch Carla Bruni eine treue Kundin

          Zum Kinn äußerte sich das Bulletin nicht und schon gar nicht zu den wahrscheinlich durch die Schwellungen vorübergehend beseitigten Fältchen um Mund und Nase. Während die Illustrierten des Landes die ersten Umfragen unter den Untertanen machten (die Mehrheit hält die alte Nase für „königlicher“), erwähnten die seriösen Zeitungen nicht ohne Stolz, dass die kosmetische Industrie Spaniens mit etwa einer halben Million Operationen pro Jahr (davon ein Fünftel an Nasen) ein nicht zu verachtender Wirtschaftszweig sei. Nicht nur Frauen, sondern auch mancher arabische Potentat lasse sich hier verschönern. Eine treue Kundin, so schrieb „El Mundo“, sei auch Carla Bruni, die Frau des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy.

          An den herausragenden Nasen der Bourbonen hatte schon der Maler Goya seine helle Freude. Dass die bürgerliche Braut des Kronprinzen selbst eine solche mit in die Ehe brachte, wurde von Anbeginn in den spanischen Medien eigentlich mit Wohlgefallen vermerkt. Goyas Vorgänger El Greco, so sagten Spötter, hätte sie unschwer für einen seiner Apostel verwenden können. Die frühere Fernsehmoderatorin schien gleichwohl aber nie ganz glücklich mit ihrem Profil gewesen zu sein. So war dieser Sommer nun eben der Zeitpunkt für die gewünschte Veränderung.

          Gewisse Retuschen gibt es wohl öfter

          Letizia ist nicht das einzige Mitglied der königlichen Familie, das gewisse Retuschen an sich vornahm. Die beiden älteren Schwestern Felipes, die Infantinnen Elena und Cristina, die zur Übergewichtigkeit neigen, sollen sich der Figur zuliebe Fettabsaugungen und – im Fall Cristinas – auch eine neue Nase gegönnt haben. Bei Königin Sofía ist von einem „leichten Lifting“ die Rede. Sie gilt jedoch gar nicht als Anhängerin der kosmetischen Chirurgie. Ihre Mutter Federica, die sich vor Jahren Tränensäcke entfernen ließ, starb in der Narkose durch Herzstillstand.

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