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Freedom of the Seas : „Das sieht ja aus wie ein Stadtteil!“

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Shoppingmeile auf See: „Royal Promenade” auf der „Freedom” Bild: dpa/dpaweb

Zahlen sind es, die begreiflich machen sollen, welch ein imposantes Bauwerk die „Freedom of the Seas“ ist. Doch wirklich in seinen Bann zieht das größte Passagierschiff der Welt erst jene, die es selbst gesehen haben.

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          Zwar gefällt sich der Hamburger gern in britischem Understatement. Aber der Superlativ ist denn doch seine geheime Leidenschaft. Vor allem der Superlativ, der mit See und Hafen zu tun hat. Was die Kreuzfahrtschiffe anbelangt, die Hamburg anlaufen, kann der Hamburger allerdings mit den Superlativen schon mal durcheinanderkommen.

          Die „Freedom of the Seas“, die nach neun Tagen in Hamburg am Dienstag um 10 Uhr wieder stolz hinaus auf die Nordsee glitt, ist zwar das größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Aber die „Queen Mary II“, der bisherige Rekordinhaber, der auch ein alter Bekannter im Hamburger Hafen ist, bleibt das längste. Die „Queen“ ist nämlich sechs Meter länger als die „Freedom“. Wiederum ist die „Freedom“ fünfzehn Meter breiter als die „Queen Mary II“. Auch kann sie mehr Passagiere aufnehmen, etwa 4400, zweitausend mehr als die „Queen“.

          Restarbeiten bei Blohm & Voss

          Ein imposanter Anblick ist es allemal, egal ob nun die schwarze „Mary“ die Elbe entlangfährt und beim Wenden im Hafen atemraubend wenig Platz hat oder die strahlend weiße „Freedom“. Ein zuschauender Hamburger brachte es auf den Punkt: „Das sieht ja aus wie ein kleiner Stadtteil!“ Gebaut wurde die „Freedom“ auf der Werft „Aker Finnyards AB“ im finnischen Turku. Sie fährt für die „Royal Caribbean Cruise Line“, das zweitgrößte Kreuzfahrtunternehmen der Welt. Am 17. April kam sie nach Hamburg in das Trockendock 17 von Blohm & Voss, wo, wie es hieß, Restarbeiten zu erledigen waren.

          Shoppingmeile auf See: „Royal Promenade” auf der „Freedom” Bilderstrecke
          Freedom of the Seas : „Das sieht ja aus wie ein Stadtteil!“

          Am vergangenen Samstag lief das Schiff wieder aus, unternahm eine Testfahrt auf der Nordsee und legte schließlich am Kreuzfahrtterminal am Grasbrook in der Hafencity wieder an. Dort wurde am Montag mit einer Party und knapp zweitausend Gästen die Übergabe des Schiffes gefeiert. Die Gäste konnten sich das Schiff dann auch mal ansehen. 135 Meter lang ist allein die Einkaufsstraße, wo die Geschäfte, Bars und Cafes rund um die Uhr geöffnet sein werden. Es gibt einen Saal über fünf Geschosse mit 1400 Plätzen, für den speziell eine Eislaufrevue und ein Musical produziert wurden. Etwa 15.000 Euro kostet die 130 Quadratmeter große „Royal Suite“ in der Woche. Es geht aber auch kleiner - für etwa 750 Euro in der Woche. Auf dem Oberdeck gibt es neben einer Kletterwand auch einen Pool mit künstlicher Welle zum Surfen.

          Eigentliche Schiffstaufe in New York

          Kapitän William Wright sitzt fünfzig Meter über dem Meer und steuert das Schiff per Computer. Sein Arbeitsplatz erinnert mehr an Jumbojets als an Schiffe. Die erste Reise der „Freedom“ führt nach Oslo. Von dort geht es nach Southampton. Am 12. Mai wird das Schiff in New York erwartet, wo es dann die eigentliche Taufe geben soll. Von Juni an soll das Schiff einwöchige Reisen durch die Karibik unternehmen. Ausgangshafen ist Miami in Florida. Zwei Schwesterschiffe sind bei den Finnen bereits in Auftrag gegeben.

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