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Solar Impulse : Weiterflug erst 2016

  • Aktualisiert am

Bis hier und nicht weiter: die „Solar Impulse 2“ im Anflug auf Hawaii. Bild: dpa

Die Sonnenflieger müssen warten: Wegen eines technischen Problems kann die nächste Etappe der „Solar Impulse“ erst im April 2016 stattfinden. Das Flugzeug überwintert derweil auf Hawaii.

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          Es ist der bislang schwerste Rückschlag für die geplante Weltumrundung im Solarflugzeug. Wegen beschädigter Batterien muss die „Solar Impulse 2“ bis kommenden April am Boden bleiben. Teile der Akkus seien durch Überhitzung so schwer beschädigt worden, dass ihre Reparatur oder ihr Austausch mehrere Monate dauern werde, teilte das Team um die beiden Schweizer Piloten André Borschberg und Bertrand Picard am Mittwoch mit. Am vergangenen Samstag war noch von einer mehrwöchigen Zwangspause die Rede gewesen.

          Die „Solar Impulse 2“ war am 3. Juli nach einem knapp 118 Stunden dauernden Flug von Japan aus auf Hawaii gelandet. Sie hatte damit einen neuen Rekord für den längsten Soloflug eines nur mit Sonnenenergie angetriebenen Leichtflugzeugs ohne Zwischenlandung aufgestellt. Bereits am ersten Tag hatten sich jedoch die Batterien überhitzt, die dafür sorgen, dass die Maschine auch nachts fliegen kann. Sie konnten während des Flugs nicht mehr abkühlen.



          Einige der Schäden seien möglicherweise irreparabel, die Bauteile müssten in dem Fall komplett ersetzt werden, erklärten die Organisatoren. Nach ihren Angaben wollen die Techniker mehrere neue Systeme testen, die derartige Überhitzungen in Zukunft ausschließen sollen. Die nächste Etappe von Hawaii nach Phoenix im amerikanischen Bundesstaat Arizona werde deshalb erst „Anfang April 2016“ beginnen.

          Borschberg und Piccard waren Anfang März von Golfemirat Abu Dhabi aus zu ihrem Rekordversuch gestartet, die Erde in mehreren Etappen ohne Treibstoff im Solarflugzeug zu umrunden. Schlechtes Wetter hatte ihre Geduld dabei schon mehrfach auf die Probe gestellt. Angetrieben wird das Einsitzer-Leichtflugzeug auf seiner 35.000 Kilometer langen Reise von mehr als 17.000 Solarzellen. Mit 72 Metern hat der Leichtflieger eine größere Spannweite als ein Jumbojet, wiegt aber gerade soviel wie ein Mittelklassewagen. Die Schweizer Piloten Borschberg und Bertrand Piccard wollen mit der Aktion beweisen, zu welchen Leistungen mit umweltfreundlicher Solarkraft angetriebene Flugzeuge in der Lage sind.

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