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Flughafen Hahn : Irreführender Streit um Flughafen-Namen

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In der Werbung der Fluggesellschaft Ryanair darf der Flughafen Hahn nur ohne den Zusatz Frankfurt verwendet werden.

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          Der Hunsrück-Flughafen Frankfurt-Hahn, bei dem der Betreiber des Frankfurter Flughafens, die Fraport AG, Hauptanteilseigner ist, darf sich nicht mehr „Frankfurt-Hahn“ nennen - allerdings nur in Anzeigen der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair, die derzeit für zehn europäische Flugziele wirbt, die sie von Hahn aus ansteuert oder ansteuern wird.

          Das Oberlandesgericht (OLG) in Koblenz hatte in einem einstweiligen Anordnungsverfahren eine Entscheidung pro Lufthansa verkündet, die Ryanair die Werbung mit dem Flugziel "Frankfurt-Hahn" untersagt. Bei Zuwiderhandlung wird, so die Entscheidung mit dem Aktenzeichen 6W2 / 01-33O191/ O1(LG Köln), Ryanair ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro angedroht. Das Landgericht Köln hat die einstweilige Verfügung nun bestätigt.

          Frankfurt-Hahn als irreführend verboten

          Den Flughafen Hahn in der Werbung als Frankfurt-Hahn auszugeben hält die Kammer für "relevant irreführend". Beobachter halten die Entscheidung der Gerichte allerdings für ebenso irreführend.

          Schließlich hält die Fraport AG rund 73 Prozent der Anteile an dem Hunsrücker Flughafen. Der Flughafen ist als Frankfurt-Hahn im Handelsregister eingetragen und steht so im offiziellen Luftfahrthandbuch für Deutschland. Dazu verkünden seit Wochen die Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und Hessen, Kurt Beck (SPD) und Roland Koch (CDU), dass sie sich für den Verbundflughafen Frankfurt/Frankfurt-Hahn einsetzen werden.

          Weiter Streit zwischen Ryanair und Lufthansa

          Deshalb löste die Entscheidung des Oberlandgerichte bei Flughafengeschäftsführer Jörg Schumacher, Chef der Frankfurt-Hahn GmbH, Kopfschütteln aus. Er hat ein Anwaltsbüro eingeschaltet, um die Position des Fraport-Ablegers zu vertreten. In der Region Frankfurt gäbe es eben die zwei Flughäfen Rhein-Main und Hahn, offiziell bestätigt und von Luftverkehrsbehörden zugelassen und eingetragen, meinte Schumacher.

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