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Flensburger Verkehrsbericht : Männer kassieren mehr Punkte als Frauen

  • Aktualisiert am

Gut gefüllt: Die Akten im Verkehrszentralregister in Flensburg. Bild: dpa

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat seinen Jahresbericht für 2012 vorgestellt: Die Verkehrsverstöße wegen Alkohol am Steuer nahmen ab. Die registrierten Fahrten unter Einfluss anderer Drogen nahmen dagegen zu.

          Immer weniger Menschen werden beim Fahren unter Alkoholeinfluss erwischt. Das geht aus dem Jahresbericht des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor, der am Montag in Flensburg vorgestellt wurde. Mit 147.200 Verstößen wurde im Jahr 2012 ein neuer Tiefststand erreicht. 2011 wurden noch 150.300 betrunkene Fahrer erwischt, 2004 waren es sogar 218.700. KBA-Präsident Ekhard Zinke bezeichnet die Anzahl der Verstöße allerdings weiterhin als „erschreckend viel“.

          Außerdem bedeutet die Abnahme der geahndeten Verstöße nicht zwangsläufig, dass es tatsächlich weniger Alkoholfahrten gab. Unklar sei die Dunkelziffer, heißt es im Jahresbericht. Laut Angaben des ADAC aus dem Jahr 2011 wird nur jede 600. Fahrt mit Alkohol überhaupt entdeckt. Zugenommen haben zudem die registrierten Fahrten unter Einfluss von anderen Drogen wie Cannabis, Amphetamin oder Heroin - dort wurde ein neuer Höchststand erreicht.

          Mehr als drei Viertel der in Flensburg registrierten Verkehrssünder sind Männer. Rund sieben Millionen (77,6 Prozent) wurden am 1. Januar 2013 in der Punktestatistik geführt. Der Anteil der Frauen lag bei etwa 22,4 Prozent, was zwei Millionen entsprach. Die meisten Verkehrssünder haben zwischen ein bis sieben Punkte. Nur rund 470.000 Menschen haben 8 bis 17 Punkte, der Anteil der Frauen beträgt hier nur zehn Prozent. Die Fahrerlaubnis wird ab 18 Punkten entzogen, aktuell betrifft das 13.000 Personen.

          Frauen nicht zwangsläufig die besseren Autofahrer

          Das bedeute aber nicht unbedingt, dass Frauen die besseren Autofahrer seien, sagt KBA-Präsident Ekhard Zinke. Bei den vorgestellten Zahlen handele es sich Fallzahlen, er warne vor Interpretationen in die eine oder andere Richtung. So muss es auch nichts mit der vielen Frauen nachgesagten Rechts-Links-Schwäche zu tun haben, dass sie - nach Geschwindigkeitsüberschreitungen - am häufigsten wegen missachten der Vorfahrt ihre Punkte kassieren.

          Mit Abstand am häufigsten sind Männer und Frauen wegen zu schnellen Fahrens registriert. Auf Platz zwei der „Sündenliste“ rangierten bei den Männern Alkoholfahrten, gefolgt von Missachtung der Vorfahrt. Bei den Frauen war es umgekehrt: 266.000 waren wegen Vorfahrtsvergehen im Verkehrszentralregister erfasst, 170.000 wegen Alkohols am Steuer.

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