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Brandrodung in Afrika : Feuer im Busch

Landschaftspflege: Im Kafue-Nationalpark in Sambia erhalten Buschfeuer das natürliche Gleichgewicht zwischen Gras und Bäumen. Bild: mauritius images / Morgan Trimbl

Viele afrikanische Kleinbauern zünden regelmäßig ihre Felder an. Das ist keine Brandstiftung, sondern so vorgesehen. In Afrika lodern insgesamt sogar mehr Brände als in Brasilien – davon profitiert auch Deutschland.

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          Die Satellitenaufnahmen der Nasa deuten auf ein Inferno hin. Von der Atlantikküste bis zum Indischen Ozean zieht sich ein breiter Feuerring über den afrikanischen Kontinent. Besonders betroffen: Angola, Kongo, Sambia. Aber auch in Tansania und Madagaskar lodern Brände. Die Zahlen lassen Schlimmes befürchten: Allein in Angola wurden mehr als 7000 Brände gezählt, in Kongo 3000, in Sambia 1000. Im Vergleich dazu erscheinen die 2000 Feuer, die derzeit in Brasilien die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich ziehen, nachgerade harmlos.

          Thilo Thielke

          Freier Berichterstatter für Afrika mit Sitz in Kapstadt.

          Die Brände in Afrika haben allerdings andere Ursachen – und nicht ausschließlich negative Auswirkungen. „Traditionell werden in Afrika Felder vor dem Beginn der Regenzeit abgebrannt“, sagt Tropenlandwirt Clemens Fehr, der in Uganda und Kongo Vanilleplantagen betreibt. Da in Uganda die Regenzeit bereits eingesetzt hat, sind dort zur Zeit keine Brände zu beobachten. In anderen Ländern steht sie kurz bevor.

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