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Feldberg startet Skisaison : Wer Ski fährt, kann sich über den Schnee freuen

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Die einen freuen sich über die frühe Skisaison, die anderen müssen nun morgens wieder Schneeschippen, wie dieser Anwohner am Feldberg. Bild: dpa

Die ersten Lifte gehen in Betrieb. Am Feldberg eröffnet man bereits drei Wochen früher als im Vorjahr die Skisaison. Wer richtig viel Schnee will, muss in den Norden.

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          Am höchsten Berg Baden-Württembergs, dem Feldberg im Schwarzwald, gehen die ersten Lifte in Betrieb. Am Wochenende starte rund um den 1493 Meter hohen Gipfel die Skisaison, sagte eine Sprecherin des Liftverbundes Feldberg am Donnerstag. Zwei der 38 Skilifte in dem Gebiet werden am Samstag und Sonntag in Betrieb sein. Zudem seien die ersten Loipen gespurt. Nach dem Wochenende werde entschieden, wie es weitergehe. Die Wintersportsaison am Feldberg beginne damit knapp drei Wochen früher als im vergangenen Jahr. Damals waren die Lifte erstmals Ende November gestartet.

          Der Feldberg ist das höchste Mittelgebirge Deutschlands. Zudem ist er das größte und bedeutendste Wintersportgebiet in Baden-Württemberg. Am Donnerstag lagen dort den Angaben zufolge rund 20 Zentimeter Schnee. Dies reiche zum Skifahren, hieß es. Für die kommenden Tage werden weitere Schneefälle erwartet.

          Mit zunehmendem Schnee sollen laut Betreiber in den nächsten Wochen auch weitere Lifte in Betrieb gehen. Der Feldberg ist damit den Angaben zufolge eines der bundesweit ersten Wintersportgebiete, die in die Saison starten. Wintersport in anderen Skigebieten im Schwarzwald ist mangels Schnee dort noch nicht möglich.

          Wenn der öffentliche Nahverkehr ausfällt, steigt man in Stockholm eben auf Ski um.

          Schneechaos in Stockholm

          Ganz anders sieht es in Nordeuropa aus: Stockholm hat ein rekordverdächtiger Wintereinbruch ins Schneechaos gestürzt. Am Mittwoch hatte sich eine 39 Zentimeter dicke Schneedecke über die schwedische Hauptstadt gelegt. Soviel habe es seit mehr als hundert Jahren nicht auf einmal geschneit, berichtete die Zeitung "Dagens Nyheter". Zahlreiche Züge konnten nicht aus den Bahnhöfen rollen, am Mittwochabend hatten verspätete Flughafenbusse Urlauber an den Rand der Verzweiflung getrieben. Doch auch einige Flüge fielen aus oder konnten erst später abheben. Weil ein Teil der Schneemassen bei niedrigen Plusgraden am Donnerstag schmolz, bestand die Gefahr, dass ganze Lagen von den Dächern rutschen könnten.

          So viel Schnee fiel in Stockholm seit hundert Jahren nicht mehr.

          Wer wissen will, wie sich in den kommenden Wochen in Deutschland die Temperaturen entwickeln, der könnte einer alten Bauernweisheit folgen: „Wenn an Martini Nebel sind, wird der Winter meist gelind.“ Diese alte Bauernregel zum Martinstag (11. November) ist nach Aussage des Hamburger Instituts für Wetter- und Klimakommunikation statistisch belegt. Auf nebliges Wetter an St. Martin folge überdurchschnittlich oft ein milder Winter, sagte Institutsdirektor Frank Böttcher am Donnerstag.

          Zwischen einem sonnigen Martinstag und dem nachfolgenden Winter gebe es dagegen keinen belegten Zusammenhang, obwohl die Bauernregel lautet: „Ist Martini klar und rein, bricht der Winter bald herein.“ Die Aussagen von Bauernregeln seien begrenzt, sagte Böttcher. Da sich die klimatischen Verhältnisse und damit die Abfolge der Großwetterlagen verändert hätten, sollte man sie eher als volkstümliche Relikte ansehen aus einer Zeit ohne wissenschaftlich fundierte Wettervorhersage.

          Für den Freitag sagen die Meteorologen folgendes: In der Nacht zum Freitag soll es im Südosten und in der Mitte Deutschlands regnen und schneien. Im übrigen Land ist es locker bewölkt und trocken - nur an der Ostsee könnte es wenige Schauer geben.

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