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Mann bringt Kind zur Welt : „Ein menschlicher Wunsch“

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Ein „sehr süßes, wirklich hübsches Mädchen” kam zur Welt Bild: picture-alliance/ dpa

In den Vereinigten Staaten hat ein 34 Jahre alter Mann ein Kind zur Welt gebracht. „Ich werde der Vater meiner Tochter sein, meine Frau die Mutter. Eine ganz normale Familie“, sagte er. Mehrere Ärzte hatten sich geweigert, ihn zu behandeln.

          Ein transsexueller Amerikaner, der als „schwangerer Mann“ bekannt wurde, hat ein Kind zur Welt gebracht. Wie der amerikanische Sender ABC News am Donnerstag berichtete, fand die ungewöhnliche Geburt in einem Krankenhaus in Bend (Oregon) statt. Das kleine Mädchen sei „sehr süß, wirklich hübsch“, hieß es. Einige Medien berichteten, das Kind sei auf natürliche Weise geboren worden. Andere hingegen sprachen von einem Kaiserschnitt.

          Der 34 Jahre alte Vater, Thomas Beatie, war als Frau zur Welt gekommen, hatte sich aber vor zehn Jahren einer teilweisen Geschlechtsumwandlung unterzogen. Er lebt rechtlich als Mann mit seiner Ehefrau Nancy zusammen. Das Paar hatte sich zur „männlichen Schwangerschaft“ durch künstliche Befruchtung entschlossen, weil Nancy nach einer Totaloperation nicht schwanger werden konnte. Beatie hatte sich vor mehreren Jahren die Brüste entfernen lassen und eine Therapie mit dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron begonnen. Allerdings ließ sich die ehemalige Frau seinerzeit weder Eierstöcke noch Gebärmutter entfernen.

          „Ich bin überzeugt, ein Mann zu sein“

          Während der Schwangerschaft sagte er dem Schwulenmagazin „The Advocate“: „Ich werde der Vater meiner Tochter sein, Nancy die Mutter. Eine ganz normale Familie.“ Er bekräftigte auch, dass er sich in den anderen Umständen wohl fühle. „Mal davon abgesehen, dass in mir ein Leben heran wächst, geht es mir gut und ich bin überzeugt, ein Mann zu sein.“ Beatie räumte ein, dass er und seine Frau viel Kritik erfuhren und auch Ärzte sich geweigert hatten, ihn zu behandeln. „Ein eigenes Kind zu haben, ist weder ein männlicher noch ein weiblicher Wunsch - es ist ein menschlicher Wunsch“, verteidigte sich Beatie.

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