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Langzeitstudie : Ein „Liebestest“ für die glückliche Ehe

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Glücklich verheiratet, bald schon unglücklich geschieden? Ein „Liebestest“ soll das verhindern. Bild: REUTERS

Fast die Hälfte der Ehen endet im Streit. Um die Scheidungsrate zu verringern, haben Wissenschaftler jetzt einen „Liebestest“ entwickelt. Sie raten frisch Vermählten: Aufs Bauchgefühl hören!

          Forscher aus den Vereinigten Staaten wollen einen Test entwickelt haben, mit dem sie das spätere Eheglück von frisch Vermählten vorhersagen können. Wie die BBC unter Berufung auf das Fachmagazin Science berichtet, soll ein Reaktionstest schon kurz nach der Hochzeit zeigen, ob der jeweilige Partner auch langfristig der richtige ist.

          Die Forscher von der Florida State University konfrontierten die 135 Paare, die an der Untersuchung teilnahmen, für den Bruchteil einer Sekunde mit einem Foto des Partners. Danach sollten die Probanden Wörter wie „großartig“, „phantastisch“, „schrecklich“ und „gruselig“ so schnell wie möglich als positiv oder negativ einordnen. Die Zeit, in der die junge Paare antworteten, wurde gemessen, um so Rückschlüsse auf das wahre Bauchgefühl der Befragten ziehen zu können.

          Das Bauchgefühl trügt nicht

          Der Chefautor der Studie, Professor James McNulty, erklärte der BBC, dass der Test die wahren Gefühle der Ehepartner offenlege – ehrlicher als das, was sie sich selbst und anderen eingestehen. „Jeder möchte glauben, dass er in einer guten Beziehung lebt und Menschen können sich selbst davon überzeugen, dass das so ist – aber diese Reaktionen aus dem Bauch heraus lassen besser erkennen, wie Menschen im Moment wirklich fühlen.“ Wenn Menschen positiv gestimmt sind, erkennen sie positive Wörter schneller als negative.

          Damit kann der Test zumindest Indizien liefern, wie sich Beziehungen weiter entwickeln. „Diese unmittelbaren Antworten scheinen ziemlich wirksam vorauszusagen, ob die Menschen glücklich bleiben“, zitiert die BBC McNulty weiter.

          Die Befragten wurden vier Jahre lang begleitet, alle sechs Monate wurde der Test wiederholt. Die Langzeitanalyse bewies schließlich die Vermutung der Forscher: Wer schon zu Beginn der Erhebung auf die positiven Begriffe langsamer als auf die negativen reagiert hatte, geriet innerhalb der vier Jahre häufig in Eheprobleme. Einige Paare ließen sich scheiden.

          Hundertprozentig sicher ist der Test aber nicht, gestehen auch James McNulty ein: „Ich glaube nicht, dass der Liebestest der einzige Faktor ist, den die Leute bei der Partnerwahl beachten sollten, aber er sollte einer der Faktoren sein.“

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