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Hollywood : Mami will doch nur spielen

  • -Aktualisiert am

Uups, die Sonne - Jessica Alba mit Honor Bild: ddp images/JFX Images

Der Coldwater Canyon Park ist Hollywoods bekanntester Spielplatz: Dort buddeln häufig Celebrity-Kids. Ihre Mütter kommen nicht nur, um den Nachwuchs zu unterhalten, sondern auch, um mit Fotos das eigene Image aufzupolieren. Ein Ausflug.

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          Quinlen ist genervt. Das Geschrei ihres Spielkameraden Benjamin, der sich mit Händen und Füßen gegen das Einsteigen in den cremefarbenen Rolls-Royce seiner Mutter wehrt, und auch das Dutzend Paparazzi an der Straßenecke kann die Dreijährige noch tolerieren. Dass sie sich aber nicht mit ihrem neuen „Juicy Couture“-Kleidchen im Leoparden-Look in die Sandkiste des Coldwater Canyon Parks werfen darf, geht „Quinni“ einfach zu weit. „Man weiß ja nicht, wer noch kommt“, entschuldigt sich ihre Mutter Valerie, während sie die Wuttränen ihrer Tochter trocknet. „Wir sind hier doch nicht auf irgendeinem Spielplatz.“

          In der Tat. Der Coldwater Canyon Park liegt nicht nur nördlich des Sunset Boulevard, wo das ohnehin noble Beverly Hills am vornehmsten ist, sondern auch dort, wo noch mehr Hollywood-Prominenz hinter hohen Mauern residiert als in anderen Teilen von Los Angeles. Für Valerie und viele andere Mütter an der „Westside“ der kalifornischen Filmmetropole gehört das grüne Oval am Beverly Drive daher nicht nur wegen des schneeweißen Sandes und der modernen Klettergeräten zu den beliebtesten Spielplätzen der Stadt. Auch die Aussicht, bei einem zufälligen Treffen mit einer Celebrity im Park einen Hauch von Glamour zu erheischen, erfüllt selbst die von Natur aus langweiligen Nachmittage am Sandkastenrand mit einer gewissen Spannung.

          „Playground of the Stars“

          „Heidi Klum kommt regelmäßig mit ihren Kindern Leni, Johan, Henry und der kleinen Lou“, weiß Valerie, die bis zur Geburt der Zwillinge Quinlen und Beckett als Drehbuchautorin für eine Fernsehserie gearbeitet hat. „Auch Jessica Alba spielt hier oft stundenlang mit ihrer Tochter Honor. Die beiden sehen immer umwerfend aus.“ So richtig heranwagen mochte sich die Achtunddreißigjährige bislang aber nicht an die modebewusste „Into the Blue“-Darstellerin. „Ein bisschen Scheu bleibt eben doch vor so großen Namen, auch wenn wir hier eigentlich alle zuerst Mütter sind“, meint Valerie, bevor sie Söhnchen Beckett die auf der Rutsche derangierte Bügelfalte an den Shorts wieder zurechtzupft. Zudem gilt selbst im Coldwater Canyon Park trotz des scheinbaren Miteinanders von berühmten und unbekannten Moms das in Los Angeles peinlich genau beachtete Gesetz, Prominente nicht bei ihren gelegentlichen Ausflügen in die Realität zu behelligen. Außer ein paar Belanglosigkeiten zu verwechselten Schaufeln oder Sandförmchen hat Valerie noch kein Wort mit ihren schauspielernden oder modelnden Mitmüttern gewechselt, um deren Privatsphäre nicht zu stören.

          Guck mal, wer da schaukelt - Gwen Stefani mit Sohn Zuma
          Guck mal, wer da schaukelt - Gwen Stefani mit Sohn Zuma : Bild: ddp images/JFX Images

          Dennoch macht sich angesichts der Paparazzi, die an diesem sonnigen Nachmittag auf der gegenüberliegenden Straßenseite neben ihren Autos mit den verdunkelten Scheiben ausharren, eine freudige Neugier in dem als „Playground of the Stars“ bekannten Park breit. „Vielleicht kommt Gwen Stefani doch noch vorbei, sie wohnt gleich um die Ecke“, hofft Insiderin Sharon, die ihre Töchter Melanie und Diana fast täglich aus dem nahen Rexford Drive zum Spielplatz chauffiert. Die Präsenz der Fotografen wertet die frühere Marketing-Chefin eines Biotech-Unternehmens als gutes Omen: „Die Paps folgen ihr auf Schritt und Tritt.“ Die mit dem Teleobjektiv vor der Pergola des Spielplatzes aufgenommenen Fotos der platinblonden Sängerin samt Söhnen Kingston und Zuma Nesta Rock zieren denn auch regelmäßig die Seiten der amerikanischen Klatschmagazine und Internetportale.

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