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Glücksstudie : Hamburger vorn, Thüringer hinten

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Die Deutschen sind so glücklich wie lange nicht Bild: dpa

Liebe, Geld, Gesundheit oder ein schönes Zuhause: Eine neue Studie zeigt, was die Deutschen glücklich macht und wo die zufriedensten Bundesbürger leben.

          Die Deutschen sind nach einer Studie mit ihrer Lebenssituation so glücklich wie lange nicht mehr. Experten haben die Untersuchung am Dienstag in Berlin vorgestellt. Die glücklichsten Deutschen leben demnach in Hamburg - am wenigsten zufrieden sind die Menschen in Thüringen. Insgesamt hole der Osten aber in Sachen Glücksgefühl immer weiter auf, hieß es. Der Abstand zu Westdeutschland betrage derzeit nur noch 0,3 Punkte - nach der Wende waren es noch 1,3. „Die Deutschen sind heute so zufrieden wie in den letzten zehn Jahren nicht mehr“, sagte Studienleiter Bernd Raffelhüschen. Die Untersuchung basiert unter anderem auf einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach.

          Das Glücksranking der Regionen variiert allerdings stark. Obwohl der Süden in punkto Einkommen und Wirtschaftskraft dem Norden überlegen ist, liegt der Norden bei der Lebenszufriedenheit an der Spitze. Hamburg ist mit 7,38 Punkten die glücklichste Region Deutschlands, gefolgt von Niedersachsen/Nordsee (7,14), Bayern-Süd (7,10), Franken (7,09), Schleswig-Holstein (7,04), Baden (7,01), Niedersachsen/Hannover (6,99), Württemberg (6,94), Nordrhein/Köln (6,94), Rheinland/Pfalz-Saarland (6,91), Nordrhein/Düsseldorf (6,90), Westfalen (6,87), Sachsen (6,79), Hessen (6,77), Berlin (6,68), Sachsen-Anhalt (6,57), Mecklenburg-Vorpommern (6,56), Brandenburg (6,56) und Thüringen (6,45).

          Der Spitzenplatz Hamburgs erklärt sich der Studie zufolge zwar auch durch das mit Abstand höchste Pro-Kopf-Einkommen, aber die Hanseaten sind darüber hinaus überdurchschnittlich gesund, haben eine gute Altersstruktur und leiden weniger unter Stress als etwa die Württemberger. Dagegen schlagen sich in Thüringen die hohe Arbeitslosigkeit und die schlechte Einkommenslage deutlich in der Lebenszufriedenheit nieder. Unter dem Bundesdurchschnitt liegen die Thüringer auch bei sozialen Kontakten und bei kulturellen und sportlichen Aktivitäten. Der Osten holt jedoch auf. Die Zuwächse bei den Zufriedenheitswerten sind dort seit 2005 deutlich größer als im Westen: Insbesondere Sachsen hat den Anschluss an den Westen gefunden und Hessen knapp überholt.

          Die Studie beantwortet auch die Frage, was uns glücklich macht. Dies ist abhängig von Persönlichkeitsmerkmalen, Alter und Geschlecht. So sind Männer und Frauen zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr am glücklichsten. Am unzufriedensten sind die Deutschen im mittleren Alter zwischen 40 und 60 Jahren. Ab 60 wird das Niveau von 30-Jährigen wieder erreicht. Die unzufriedensten Ruheständler leben in Thüringen. Allerdings ist der Ost-West Unterschied in der Lebenszufriedenheit bei den Jungen unter 30 Jahren bereits weitgehend verschwunden.

          Kinder machen nicht besonders glücklich

          Frauen sind etwas glücklicher als Männer, der Abstand beträgt bis zum Alter von 65 Jahren 0,16 Punkte. Ab einem Alter von 60 Jahren sind die Männer zufriedener. Frauen sind vor allem in den neuen Bundesländern glücklicher als Männer. Ferner erhöht eine intakte Partnerschaft die Zufriedenheit der Frauen um 0,4 Punkte, die der Männer um 0,5 Punkte. Heirat, Scheidung und Tod des Partners bringen gravierende Einschnitte für das Zufriedenheitsniveau. Besonders glücklich sind Verwitwete, wenn sie einen neuen Partner gefunden haben. Am unzufriedensten sind geschiedene Personen, die keinen neuen Partner haben. Kinder haben keine messbaren Auswirkungen auf die Lebenszufriedenheit der Eltern. Die Sorgen und Aufwendungen für Kinder scheinen die Glückserlebnisse durch Kinder zu neutralisieren. Freunde und soziale Kontakte spielen eine große Rolle für die Zufriedenheit. Wer sich wöchentlich mit Freunden trifft, ist um mehr als 0,2 Prozentpunkte zufriedener als jemand mit schwachen sozialen Bindungen.

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