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Glücksstudie : Hamburger vorn, Thüringer hinten

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Gesundheit und Glück hängen eng zusammen: Wer seine Gesundheit als gut bezeichnet, ist um 0,4 Punkte zufriedener als eine Person mit nur „zufriedenstellender“ Gesundheit. Personen mit sehr guter Gesundheit liegen sogar um 0,7 Punkte darüber. Sport ist ein Glücksfaktor, auch unabhängig von den positiven Auswirkungen auf die Gesundheit. Er schlägt, wöchentlich betrieben, mit 0,11 Punkten zu Buche.

Geld ist hilfreich beim Wohlfühlen

Zunächst bestätigt der Glücksatlas 2011 Erkenntnisse der internationalen Glücksforschung, dass ein höheres Einkommen auch eine höhere Lebenszufriedenheit bewirkt. Wer sein monatliches Einkommen um 250 Euro steigert, wird ausgehend von einem Nettoeinkommen von 1500 Euro um 0,05 Punkte glücklicher. Ein Gewöhnungseffekt tritt erst bei Nettoeinkommen von über 5000 Euro auf. Entscheidend ist auch der Statusvergleich mit dem Einkommen der Arbeitskollegen oder Nachbarn. Große Ungleichheit senkt die allgemeine Lebenszufriedenheit.

Der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts hat nur einen indirekten Einfluss auf die Lebenszufriedenheit der Deutschen. Das konjunkturelle Auf und Ab wirkt sich aus: Eine Rezession senkt das Glücksniveau, ein Aufschwung hebt es, vor allem, wenn sich dabei die Beschäftigungslage verbessert. Ein höheres Konsumniveau hebt die Zufriedenheit jedoch nur kurzfristig, weil sich die Menschen daran gewöhnen und auf das frühere Glücksniveau zurückfallen.

Die meisten sind mit ihrer Arbeitsbelastung zufrieden

Ein besonderer persönlicher Glückshemmer ist Arbeitslosigkeit. Auch für die allgemeine Lebenszufriedenheit ist die Erwerbstätigkeit wichtig: Die gegenwärtig gute Lage am Arbeitsmarkt trägt erheblich dazu bei, dass die Lebenszufriedenheit von 6,8 in 2009 auf 7,0 in 2011 gestiegen ist. Arbeit hat für die Deutschen einen sehr hohen Stellenwert: 90 Prozent der Berufstätigen ist ihr Beruf sehr oder ziemlich wichtig. 57 Prozent der berufstätigen Männer wie Frauen bemühen sich bei ihrer Arbeit, immer ihr Bestes zu geben, lediglich zwölf Prozent arbeiten nur, um Geld zu verdienen. Wer mit seiner Arbeit ausgesprochen zufrieden ist, weist auch eine überdurchschnittliche Lebenszufriedenheit auf. Die Lebenszufriedenheit von Arbeitslosen liegt hingegen mit 4,7 Punkten (auf einer Skala 0 bis 10) aktuell weit unter der von Erwerbstätigen mit 7,1. Besonders schwer wiegt für Arbeitslose die Unsicherheit über die eigene Zukunft und die Verschlechterung ihrer materiellen Situation.

Die Umfrage zeigt, dass 49 Prozent der Berufstätigen ihre Arbeitsbelastung als „genau richtig“ einschätzen. Nur 3 Prozent halten sich für stark überfordert, 25 Prozent für „zum Teil überfordert“. Ausschlaggebend für eine hohe Arbeitszufriedenheit sind in hohem Maße immaterielle Faktoren wie die Anerkennung der eigenen Leistung, dass die Arbeit Spaß macht und den eigenen Fähigkeiten entspricht, große Entscheidungsfreiheit, nette Kollegen und Mitarbeiter und ein sicherer Arbeitsplatz.

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