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Bundesweite Studie : Sächsisch ist der unbeliebteste Dialekt

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47 Prozent der Befragten empfinden sogar Liebe zu ihrer Sprache. Bild: Dieter Rüchel

Egal wie schwierig sie manchmal erscheint, die Hälfte der Deutschen liebt ihre Sprache. Anders hingegen sieht es mit den Dialekten aus, da rangiert das Sächsische und das Bayrische in der Gunst ganz weit hinten.

          Deutsche Sprache, schwere Sprache - doch die meisten Einwohner der Bundesrepublik sind mit ihr mehr als zufrieden. Wie eine Studie des Institus für deutsche Sprache ergab, empfinden 47 Prozent sogar Liebe gegenüber dem Deutschen. Doch wie spricht man typisch oder richtig Deutsch? 60 Prozent der Bürger sprechen Dialekt, besonders im Süden des Landes. Gemocht wird aber vor allem Norddeutsch. Nach wie vor unbeliebt ist und bleibt das Sächsische. 30 Prozent der Befragten empfinden diese Mundart als unsymphatisch, ähnlich ist es mit bayrisch. Dass Bayern und Sachsen ihre Dialekte innig lieben, überrascht als Ergebnis weniger.

          Unter den ausländischen Akzenten findet besonders französisch viele Liebhaber. Weniger gern lauscht der Deutsche allerdings einem russischen (14 Prozent) und türkischen Akzent (11 Prozent). Bei den jüngeren Erwachsenen bis 29 Jahren wird eine türkische Satzmelodie aber auch als sympathisch gewertet (27 Prozent). 48 Prozent sagen, dass sie gar keinen Akzent unsympathisch finden.

          70 Prozent lesen täglich Zeitung

          Je mehr Kontakte es in der Schule oder im Alltag mit Fremdsprachen gibt, desto positiver wirkt nach Einschätzung von Sozialpsychologen auch ihr Klang. Sorgen um die Zukunft der deutschen Sprache machen sich die Forscher allerdings im Wissenschaftsbereich. Dort hat das Englische die Herrschaft übernommen.

          An der Leselust der Deutschen zweifeln sie dagegen nicht: 70 Prozent der Interviewten gaben an, täglich Zeitung zu lesen, ein Drittel - vor allem Frauen - griff gern zum Buch. Auch Internetfreunde lesen laut Studie gern Zeitung oder Bücher.

          Viele Befragten legten auch Wert auf ein gepflegtes Deutsch und eine korrekte Rechtschreibung. Die Mehrheit möchte, dass mehr für die deutsche Sprache getan wird. Ein Gesetz, dass das Deutsche vor negativen Einflüssen schützt, lehnen aber fast zwei Drittel ab.

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