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Britische Studie : Frühe Zweisprachigkeit erhöht Stotter-Risiko bei Kindern

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Kinder, die zweisprachig aufwachsen, stottern häufiger als andere Kinder. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie. Ein deutlich reduziertes Stotter-Risiko gebe es, wenn die Kinder bis zu einem Alter von fünf Jahren hauptsächlich ihre Muttersprache lernten.

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          Frühes Lernen von Fremdsprachen im Alter unter fünf Jahren erhöht bei Kindern das Stotter-Risiko. Bei zweisprachig erzogenen Kindern falle es auch schwerer, den Sprachfehler wieder zu beseitigen, heißt es in einer Studie britischer Wissenschaftler, die am Dienstag von der britischen Medizinervereinigung BMA veröffentlicht wurde. Für die Untersuchung wurden Daten von 317 Kinder aus London herangezogen, die im Alter von acht bis zehn Jahren bei Logopäden in Behandlungen waren. Dabei stellte sich heraus, dass jedes fünfte stotternde Kind zweisprachig aufgewachsen war und zu Hause eine andere Sprache sprach als in der Schule.

          Ein deutlich reduziertes Stotter-Risiko gebe es, wenn die Kinder bis zu einem Alter von fünf Jahren hauptsächlich ihre Muttersprache lernten und erst dann mit der zweiten Sprache anfingen, hieß es in der Studie des Psychologen Peter Howell des Londoner University College. Der Untersuchung zufolge stottern zweisprachige Kinder üblicherweise immer in beiden Sprachen. Jungen sind deutlich stärker betroffen als Mädchen.

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