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Famagusta : Anti-Flüchtlings-Mission der „Identitären“ gestoppt

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Die „Suunta“ bei Kiel – mittlerweile heißt das Schiff „C-Star“ Bild: dpa

Die rechte „Identitäre Bewegung“ hat ein Schiff gechartert, um Flüchtlinge im Mittelmeer zurück nach Afrika zu bringen. Doch das Schiff wurde in Famagusta festgesetzt – dem Kapitän soll Schlepperei vorgeworfen werden.

          Ein Schiff der rechten „Identitären Bewegung“ ist nach übereinstimmenden Berichten griechisch-zyprischer Medien im Hafen von Famagusta festgesetzt worden. Der westzyprische Hafen liegt im türkisch kontrollierten Teil der Insel.  Wie die taz und die zypriotische Zeitung „Kibris Postasi“ unter Berufung auf die Polizei berichteten, wurden der Kapitän und sein Stellvertreter wegen Verdacht auf Menschenschmuggel festgenommen.

          Der Kapitän habe vermutlich falsche Angaben über das Schiff und die Besatzung gemacht, berichtet die taz. Teil der Crew der „C-Star“ sollen 20 Tamilen gewesen sein, die keine Einreiseerlaubnis in zypriotische Gewässer hatten.

          Die Gruppierung „Defend Europe“, die hinter der Aktion steht, bestätigt den Vorgang und spricht auf ihrem Twitter-Account auf von einer Intrige. Auf dem Schiff hätten sich 20 angehende Seemänner befunden, die dort einen Trainingseinsatz absolvierten. Sie hätten von Zypern aus eigentlich zurück in ihre Heimatländer fliegen sollen. Am Flughafen seien einige von ihnen jedoch von NGOs unter anderem mit Geld überzeugt worden sein, Asyl in der Türkei zu beantragen.

          Die „Identitäre Bewegung“ will nach eigenen Angaben Migranten im Mittelmeer abfangen und sie zurück nach Afrika bringen. Das dafür gecharterte Schiff „C-Star“ war zunächst von ägyptischen Behörden am Suezkanal aufgehalten worden. Es durfte aber anschließend am Montag ins Mittelmeer weiterfahren.

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