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Fall MH370 : Malaysia zieht einen Schlussstrich

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Wütend und traurig: die Angehörige eines Opfers während der Verlesung im Fernsehen. Bild: AP

Die malaysische Luftfahrtbehörde hat alle Insassen des vermissten Fluges MH370 für tot erklärt. Das Wrack der Maschine ist bis heute nicht gefunden worden. Neue Erkenntnisse gibt es hingegen im Fall des abgestürzten Air-Asia-Fluges 8501.

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          Malaysia hat das Verschwinden des Malaysia-Airlines-Flugs MH370 offiziell zu einem Unfall und die 239 Insassen für tot erklärt. Wie der Leiter der malaysischen Luftfahrtbehörde, Azharuddin Abdul Rahman, am Donnerstag in einer aufgezeichneten Stellungnahme mitteilte, könnten so die Angehörigen Hilfe beanspruchen, etwa Entschädigungszahlungen. Obwohl die Suche nach dem Flugzeug fortgesetzt werde, sei ein Auffinden Überlebender in dem gewaltigen Suchgebiet im südlichen Indischen Ozean nach 327 Tagen erfolgloser Suche „äußerst unwahrscheinlich“, sagte der Behördenchef.

          Das Flugzeug war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Bislang hätten die mittlerweile vier im Indischen Ozean eingesetzten Schiffe ein Gebiet von 18600 Quadratkilometern abgesucht, ohne Ergebnis. Eine Reaktion der Angehörigen auf die Entscheidung gab es zunächst nicht. Viele von ihnen hatten die malaysischen Behörden für ihr Verhalten nach der Katastrophe kritisiert. Die meisten der Passagiere an Bord waren Chinesen.

          Während das Schicksal von MH370 ungeklärt bleibt, kamen im Fall des abgestürzten indonesischen Air-Asia-Flugs QZ8501 am Donnerstag wieder neue Details an die Öffentlichkeit. So wurde bekannt, dass zum Zeitpunkt des Absturzes der französische Kopilot das Flugzeug flog und nicht der indonesische Kapitän. Nach Angaben der Ermittler war das Flugzeug technisch auf dem neuesten Stand. Es habe auch keine Hinweise auf eine Überladung des Flugzeugs oder eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Crew gegeben: „Die Piloten sprachen normal, was andeutet, dass sie bei guter Gesundheit waren“, sagte ein Ermittler. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Kopilot ein Flugzeug steuert. Die Piloten hatten vor dem Absturz Gewitterwolken über dem Gebiet gemeldet. Wie die Ermittler noch einmal bestätigten, war das Flugzeug vor dem Absturz in einen extremen Steilflug gegangen. Alle 162 Personen an Bord kamen bei dem Absturz ums Leben. Bislang wurden 70 Leichen geborgen, bei den Arbeiten am Wrack gibt es vor allem wegen des Wetters große Schwierigkeiten.

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