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Fall Alexandra : Höchststrafe für Alexandras Mörder

  • Aktualisiert am

Das Urteil der Richter ist eindeutig: Höchststrafe für den Mörder der sechsjährigen Alexandra aus Filderstadt - bei besonders schwerer Schuld.

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          Der Mörder der sechs Jahre alten Alexandra aus Filderstadt bei Stuttgart muss eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüßen. Die 1. Große Strafkammer des Stuttgarter Landgerichts verurteilte den 37 Jahre alten Thomas B. am Donnerstag zu der Höchststrafe. Zugleich stellten die Richter eine besondere Schwere der Schuld bei dem gelernten Techniker fest. Damit ist eine Entlassung auf Bewährung nach 15 Jahren Haft nicht möglich.

          Der Mann hatte gestanden, Alexandra im Oktober 2000 entführt, sexuell missbraucht und mit einem Kissen erstickt zu haben. Die Ermittler waren erst drei Monate nach der Tat per Zufall auf den 37-Jährigen gestoßen. Ein Zeuge hatte ihn beim Spannen vor einem Hallenbad beobachtet und die Polizei alarmiert. Bei seiner polizeilichen Vernehmung räumte der Mann dann das Verbrechen an Alexandra ein und führte die Ermittler zu der Leiche des Mädchens, die er in einem bestehenden Friedhofsgrab vergraben hatte.

          Die Kammer sprach den 37-Jährigen des Mordes, der Vergewaltigung, des schweren sexuellen Missbrauchs und der Freiheitsberaubung mit Todesfolge für schuldig. Mit dem Urteil entsprachen die Richter der Forderung der Staatsanwaltschaft und der Eltern von Alexandra, die vor Gericht als Nebenkläger aufgetreten waren. Die Verteidigung hatte ebenfalls eine lebenslange Freiheitsstrafe beantragt, eine besondere Schwere der Schuld jedoch verneint.

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