https://www.faz.net/-gum-767pw

„Fahrradklima-Test“ : In Münster fühlen sich Radfahrer am wohlsten

  • Aktualisiert am

Am Aasee in Münster ist gut sein für Fahrradfahrer Bild: dpa

Die Studentenstadt Münster hat ihren Titel als fahrradfreundlichste deutsche Großstadt verteidigt. Andere Kommunen holen nach einer ADFC-Umfrage auf. Gestiegen sind aber offenbar die Ansprüche der Radfahrer.

          1 Min.

          Münster darf sich weiter als fahrradfreundlichste deutsche Großstadt fühlen. Bei dem am Freitag in Berlin vorgestellten neuen „Fahrradklima-Test“ des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und des Bundesverkehrsministeriums erreichte die westfälische Stadt abermals den ersten Platz in der Kategorie der Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern. Freiburg, das im vorangegangenen Test von 2005 nicht in der Wertung war, belegte auf Anhieb den zweiten Rang.

          Bei den Städten mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern verteidigte Erlangen seinen Titel, wie ADFC und Verkehrsministerium mitteilten. Bei den kleineren Kommunen mit weniger als 100.000 Bürgern machte Bocholt das Rennen. Positiv vermerkten die Initiatoren, dass viele Städte die Rangliste anführten oder in dieser aufrückten, die sich bewusst um eine Förderung des Radverkehrs bemühten. Als Beispiele nannten sie München, Karlsruhe und Frankfurt am Main. Aber auch Berlin holte demnach im Vergleich zum Test 2005 überdurchschnittlich gut auf und kam nun auf Rang 24.

          Durchschnittsbewertung schlechter als 2005

          Der „Fahrradklima-Test“ stützt sich auf Umfragen unter Radfahrern. Diese gaben auf Fragebogen an, wie willkommen sie sich ihren Städten fühlen. An der Auswertung nahmen aber nur die Städte teil, aus denen eine Mindestanzahl von Antworten vorlag. Das waren 332. Der Test fand bereits zum fünften Mal statt.

          Auf Anhieb auf Rang zwei: die Stadt Freiburg
          Auf Anhieb auf Rang zwei: die Stadt Freiburg : Bild: dapd

          „Viele Städte wurden in ihrem Engagement für die Radverkehrsförderung bestätigt“, erklärte Jan Mücke (FDP), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. „Die Testergebnisse zeigen aber auch, dass es noch vieles zu verbessern gibt. Daran wollen wir gemeinsam arbeiten.

          Die Durchschnittsbewertung verschlechterte sich im Vergleich zum vorigen Test von 2005, insgesamt bewerteten die Radfahrer ihre Kommunen also schlechter als vor sieben Jahren. Nach Angaben des ADFC-Bundesvorsitzenden Ulrich Syberg ist allerdings nicht anzunehmen, dass sich die Lage tatsächlich verschlechtert hat. „Wir nehmen an, dass sich in den letzten Jahren ein stärkeres Bewusstsein für Probleme von Radfahrern gebildet hat.“ Schlechte Bedingungen wie zu enge Radwege würde inzwischen nicht mehr als normal und unveränderlich wahrgenommen.

          Weitere Themen

          Ein ganzes Jahr ohne Schule

          170 Millionen Kinder : Ein ganzes Jahr ohne Schule

          Die Verhältnisse in Deutschland sind dagegen erträglich: Laut Unicef haben wegen Corona-Lockdowns weltweit 170 Millionen Kinder seit einem Jahr gar keine Schule mehr besucht. Die Folgen könnten gerade in ärmeren Ländern verheerend sein.

          Topmeldungen

          Kinder in Benin essen in einer Grundschule Reis.

          170 Millionen Kinder : Ein ganzes Jahr ohne Schule

          Die Verhältnisse in Deutschland sind dagegen erträglich: Laut Unicef haben wegen Corona-Lockdowns weltweit 170 Millionen Kinder seit einem Jahr gar keine Schule mehr besucht. Die Folgen könnten gerade in ärmeren Ländern verheerend sein.
          Das Impfzentrum in Trier im Februar.

          Ungenutzter Corona-Impfstoff : Macht Gerechtigkeit beim Impfen Deutschland langsam?

          Die Kühlschränke der Impfzentren sind voll, doch die Impfquote bleibt mäßig. Wie stark bremst das Ziel der gerechten Impfstoffverteilung Deutschland gerade aus? Die Situation in den Bundesländern ist sehr unterschiedlich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.