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Eurovision Song Contest : Sprachforscher werben für deutschsprachiges Lied

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„Ghost“ von Jamie-Lee Kriewitz war der neunte englischsprachige Beitrag von Deutschland in Folge – und belegte den letzten Platz. Bild: dpa

Der ESC spiegele immer weniger die kulturelle und sprachliche Vielfalt Europas wider, meint die Gesellschaft für deutsche Sprache. Aber sind deutsche Lieder erfolgversprechender?

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          Die Gesellschaft für deutsche Sprache macht sich nach dem letzten Platz von Deutschland beim Eurovision Song Contest (ESC) für ein deutschsprachiges Lied bei dem nächsten Musikwettbewerb stark. Seit Jahren spiegele der ESC immer weniger die kulturelle und sprachliche Vielfalt Europas, erklärte Geschäftsführerin Andrea Ewels am Dienstag in Wiesbaden. „Dabei beweisen doch Musiker wie Andreas Bourani, Clueso, Grönemeyer, Tocotronic und viele andere, welche musikalische Möglichkeiten unsere Sprache offeriert.“ Englischsprachige Beiträge aus Deutschland seien dagegen nicht zwingend ein Erfolgsgarant beim Eurovision Song Contest.

          Noch bis 1999 mussten alle Beiträge beim ESC in der Landessprache gesungen werden, eine Ausnahmeregelung gab es nur für einige Wettbewerbe in den siebziger Jahren. Den letzten deutschsprachigen Titel schickte Deutschland 2007 ins Rennen: „Frauen regier’n die Welt“ des kürzlich verstorbenen Roger Cicero schaffte es allerdings nur auf Platz 19 von 24.

          Die 18-jährige Sängerin Jamie-Lee Kriewitz aus Niedersachsen hatte mit ihrem Lied „Ghost“ beim ESC nur aus drei der 42 abstimmungsberechtigten Länder Punkte bekommen und den letzten Platz belegt. Siegerin wurde die Sängerin Jamala aus der Ukraine mit ihrem Lied „1944“. Bourani wird von der Gesellschaft für deutsche Sprache für seine deutschsprachigen Lieder am 28. Mai mit dem Medienpreis für Sprachkultur ausgezeichnet.

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