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Austragung in Israel : Prominente Künstler fordern Absage von Eurovision Song Contest

  • Aktualisiert am

Kulturschaffende fordern, das Event solle in ein anderes Land verlegt werden. Bild: dpa

In einem Brief an die Europäische Rundfunkunion rufen zahlreiche Kulturschaffende zum Boykott des nächsten ESC in Israel auf. Zu den Unterzeichnern gehört auch Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters.

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          Dutzende Kulturschaffende haben sich in einem Boykottaufruf gegen die Ausrichtung des Eurovision Song Contest in Israel ausgesprochen. Zu den Unterzeichnern gehören laut „The Guardian“ der Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters und der britische Filmemacher Ken Loach, die beide als Aktivisten bekannt sind. Auch die Regisseure Aki Kaurismäki und Mike Leigh, die Schauspielerin Julie Christie, Sänger Helmut Lotti und der Musiker Brian Eno stehen unter dem offenen Brief auf der Liste.

          Auch Roger Waters fordert, das Event solle in einem anderen Land stattfinden.

          Die israelische Sängerin Netta hatte im Mai mit ihrem Song „Toy“ den ESC in Portugal gewonnen. Dadurch findet der Wettbewerb im Mai 2019 regulär in Israel statt. In dem Brief vom Freitag wird die Europäische Rundfunkunion (EBU) dazu aufgerufen, das Event an ein anderes Land zu vergeben. Grund seien Menschenrechtsverletzungen gegen Palästinenser durch die israelische Regierung, heißt es in dem Schreiben.

          Boykottaufrufe gegen Israel gibt es immer wieder – und sie sind umstritten, weil Kritiker darin die Grenze zum Antisemitismus überschritten sehen.

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